Schutzengel für Senior

Wanderer (84) stürzte 20 Meter tief in Bachbett

Tirol
19.01.2026 15:25

Verletzt in einem Bach lag ein 84-Jähriger nach einem 20-Meter-Absturz im Wald über Schwaz im Tiroler Unterinntal. Dem Mann wären die eisigen Verhältnisse derzeit auf den Steigen beinahe zum tödlichen Verhängnis geworden.

Es war wohl nicht das erste Mal, dass der rüstige Schwazer am Sonntag auf den Wanderwegen oberhalb von Schwaz allein unterwegs gewesen ist. Dieses Mal begleitete den Senior aber ein Schutzengel, denn er hatte bei einem Unfall riesiges Glück.

Harter Schnee und Eis auf Steig
Der Mann wanderte am späten Nachmittag den Kandlersteig am Schlingelberg entlang. Der war – wie so viele Steige derzeit in diesem schneearmen Winter – mit hartem Schnee und teilweise Eis bedeckt. Darauf rutschte der 84-Jährige aus und stürzte in der Folge rund 20 Meter hinunter in ein zugefrorenes Bachbett. Dort blieb er schwer verletzt liegen.

Anderer Wanderer schlug Alarm
Trotz seines Zustands konnte er allerdings noch lautstark um Hilfe rufen. Ein weiterer Wanderer hörte die Schreie und schlug Alarm.

In dem zugefrorenen Bachbett lag der abgestürzte Senior.
In dem zugefrorenen Bachbett lag der abgestürzte Senior.(Bild: ZOOM Tirol)

Verunglückten mit Trage geborgen
Gegen 16.30 Uhr rückte neben dem Roten Kreuz mit Notarzt auch die Bergrettung Schwaz zur Unglücksstelle aus. „Wir haben zunächst den Notarzt bei der Erstversorgung unterstützt“, schildert der Schwazer Bergretter Stefan Brandl. In der Folge brachten die Bergretter den Verunglückten mit der Universaltrage über die Böschung zurück hinauf zum Kandlersteig bzw. Wanderweg.

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Hätte sich der 85-Jährige nicht selbst bemerkbar machen können, wäre wohl eine nächtliche Suchaktion die Folge gewesen – mit ungewissem Ausgang.

Stefan Brandl, Bergrettung Schwaz

Verletzungen im Brustkorbbereich
Die Rettung fuhr den im Brustkorbbereich schwer verletzten Senior zunächst ins Krankenhaus nach Schwaz. In der Folge wurde er jedoch in die Innsbrucker Klinik überstellt.

Nacht wäre kritisch geworden
„Hätte sich der 85-Jährige nicht selbst bemerkbar machen können, wäre wohl eine nächtliche Suchaktion die Folge gewesen – mit ungewissem Ausgang“, meint Bergretter Brandl.

Experte rät zu Vorsicht
Der Experte rät in diesen Tagen generell zu Vorsicht auf den Steigen und Wanderwegen. „Sie sind vielfach vereist, es besteht die Gefahr des Ausrutschens“, warnt Brandl. Davor seien auch junge Wanderer nicht gefeit, meint er.

Hilfreich auf rutschigem Terrain können übrigens sogenannte Snowspikes bzw. Grödel sein, die sich auf allen Schuhen anbringen lassen.

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