Eine Ausstellung verdeutlicht, wie es um unsere Gletscher steht. Das vermeintlich ewige Eis schmilzt rasant, schon bald könnte es keine Gletscher mehr geben. Die Grünen fordern Maßnahmen.
Tiefblau, golden, gemustert: Die Fotoausstellung zeigt die demütig machende Schönheit der Gletscher. „Sie sind mehr als Eis, sie sind Teil der Tiroler Seele, Heimat, Identität“, sagt Nationalrätin Barbara Neßler (Grüne).
„Schützen, was noch zu retten ist“
Doch die Bilder sind auch Dokumentation eines sterbenden Objekts: Wo vor zwei Jahren, als die Fotos von Fotograf Jürgen Merz gemacht wurden, noch Eis war, ist inzwischen keines mehr. Die Gletscher werden vom Teil der Tiroler Geografie zum Teil der Tiroler Geschichte.
Deswegen, so Neßler und Nationalrat Lukas Hammer, müsse man schützen, was noch zu retten ist und Klimaanpassungen dort machen, wo durch das schmelzende Eis Naturgefahren und -katastrophen lauern.
Grüne mit Forderungen
Nicht nur für die Umwelt, sondern auch um Arbeitsplätze zu sichern. Die Tiroler Gletscher haben bereits 60 Prozent ihrer Masse verloren. Beschleunigt sich die Erderhitzung weiter, seien sie in spätestens 40 Jahren ausgestorben.
Jürgen Merz zeigt in seiner Ausstellung abstrakte Aufnahmen und historische Vergleichsbilder von Gletschern, die dokumentieren, wie schnell sich alpine Eislandschaften verändern.
Bis Freitag; Ort: Distillery, Leopoldstraße 34, Innsbruck
Die Forderung der Grünen ist ein verbindliches Klimagesetz, eine Verschärfung des Gletscherschutzes, eine deutliche Absage an die Erschließungsgebiete Ötztal-Pitztal und Kaunertal-Langtaufers.
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