Neues Buch publiziert

St. Pöltner Augenarzt mit Literatur-Scharfblick

Niederösterreich
12.01.2026 14:00

Mit bereits zwei Romanen schaut der St. Pöltner Topmediziner Nino Hirnschall tief in die Seele. Sein neuestes Werk heißt „Heldenreise“ – und es ist im wahrsten Sinne des Wortes voller Emotionen.

Er sieht vermutlich nicht nur schärfer als die meisten – er fühlt auch literarisch tiefer. Der international bekannte Augenarzt Nino Hirnschall legt nach dem viel beachteten Debüt „Tod einer Grille“ nun eine Novelle vor, die im Hier und Jetzt spielt. „Meine ,Heldenreise’ beginnt mitten im Waldviertel – dort, wo es still genug ist, um sich selbst zu hören“, so der Arzt, der unter anderem in London und Sydney wirkte.

Emotionen riechen
Im Zentrum seines literarischen Scharfblicks steht Berthold, rund 30 Jahre alt, empathisch, übergewichtig, ein wenig aus dem Takt der Welt gefallen – und mit einer außergewöhnlichen Gabe ausgestattet: Er kann Emotionen riechen. In der Medizin nennt man das emotionale Synästhesie, in Hirnschalls Geschichte wird daraus ein poetisches wie belastendes Schicksal. Getrieben vom Wunsch, ein Held zu sein, verstrickt sich Berthold in einen Identitätskonflikt, der manchen Lesern vielleicht überraschend vertraut vorkommen dürfte.

Wissenschaft und Literatur
Dass diese feine Beobachtung menschlicher Brüche aus der Feder eines Spitzenmediziners stammt, überrascht kaum. Denn Hirnschall, leitender Oberarzt an der Kepler Uniklinik Linz, wo er auch forscht sowie Inhaber einer Privatordination in Melk, verbindet wissenschaftliche Präzision mit feinem literarischem Gespür.

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