Die australische Gruppe Circa zeigt beim Cirque Noël im Orpheum Graz mit „Wolf“ Akrobatik zum Staunen. Das Ensemble schlägt Salti, baut Türme aus Körpern und verleiht dem Abend eine archaische Energie. Unbedingt ansehen!
Ein Raunen geht durch die Menge. Während zwei Artistinnen auf seinen Schultern stehen, steht Jordan Hart auf – scheinbar ganz mühelos. Die Gesetze der Physik, die Limitationen des menschlichen Körpers existieren für die australische Zirkusgruppe Circa offenbar nicht. Zumindest wirkt das in ihrem Programm „Wolf“ so, mit dem sie nun die zweite Premiere des diesjährigen Cirque Noël im Orpheum Graz feierten.
Das internationale Wolfsrudel baut Türme aus Menschen, schlägt Salti und Flick-Flacks, kämpft und versöhnt sich miteinander. Es ist ein wildes Ringen zwischen Gruppe und Individuum. So sehr jeder einzelne Artist auszubrechen versucht, so sehr müssen sich die Mitglieder aneinander anlehnen, aufeinander vertrauen. Diese eineinhalb Stunden, in denen ein Stunt den nächsten jagt, sind somit auch eine Metapher für das Zusammenleben und ein schönes Bild für das Menschsein, zugänglich und tiefsinnig zugleich.
Ungeheure Energie
Zirkus-Visionär Yaron Lifschitz ist mit „Wolf“ ein Programm gelungen, das nicht nur ein Staunen über die waghalsige Akrobatik bei allen Altersgruppen verursacht, sondern auch eine ungeheure Energie entfesselt. Das zehnköpfige Rudel bebt zu den Bässen in Ori Lichtiks Musik und atmet gemeinsam wie ein Organismus, und doch lässt die Produktion jeden einzelnen „Wolf“ seinen Charakter ausformen und präsentieren – etwa am Trapez oder an Schleifen, die von der Decke baumeln. Das sollte man auf keinen Fall verpassen – und am besten die ganze Familie mitbringen!
Weitere Termine: 4./5. Jänner (19 Uhr), 6. Jänner (15 und 19 Uhr), 8./9. Jänner (19 Uhr), 10. Jänner (15 und 19 Uhr).
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