Ärger über Schaffner

Zu früh im Zug: Mann muss Ticket doppelt zahlen

Niederösterreich
29.11.2025 06:30

Ein ÖBB-Kunde aus Niederösterreich ärgert sich, weil sein kurz vor Abfahrt gekauftes Ticket erst zwei Stunden später Gültigkeit erlangte. Daher musste er beim Schaffner noch eine Fahrkarte kaufen.

Heinz K. freute sich auf einen Ausflug nach Maria Anzbach im Bezirk St. Pölten – umweltbewusst, gemütlich und stressfrei mit der Bahn. In Wiener Neustadt kaufte er sich kurz vor Reiseantritt die Fahrkarte dafür beim ÖBB-Automaten und bezahlte 20,80 Euro – in der Annahme, sein Ticket sei ab sofort gültig. Kurz darauf stieg er um 10.10 Uhr in den Zug.

Böse Überraschung bei der Fahrscheinkontrolle
Bald darauf kam der Schaffner, um die Fahrkarten zu kontrollieren. Dieser machte K. jedoch darauf aufmerksam, dass seine Karte erst ab 11.33 Uhr gültig sei. Und dass er sich daher eine neue Karte, die ab jetzt gilt, kaufen müsse.

„Im Nachhinein denke ich, dass die Fahrkarte laut Aufdruck innerhalb zwei Stunden vor und nach 11.33 Uhr – also von 9.33 bis 13.33 Uhr – gültig wäre. Trotz meiner deutlichen Einwände bestand der Zugbegleiter auf den Kauf eines neuen Fahrscheines für die schon bezahlte Strecke“, ärgert sich der Fahrgast.

Er kann sich auch nicht erinnern, beim Ticketkauf eine Zeit eingegeben zu haben. „Ich habe mich am Automaten an das Menü gehalten, und ich hab‘ sicher nicht eine zweistündige Verzögerung und damit eine Wartezeit am Bahnhof eingegeben“, beteuert K.

Zitat Icon

Ich habe bezahlt und bin jetzt um eine Erfahrung reicher. Mein Resümee dazu: ÖBB, nein danke!

Heinz K., Ex-ÖBB-Fahrgast

ÖBB: „Ticket war noch nicht gültig“
Vonseiten der ÖBB bedauert man diesen Vorfall sehr, betont aber, dass der Zugbegleiter in diesem Fall richtig gehandelt habe. „Nach Einsicht in das Ticket zeigt sich, dass der Fahrgast dieses um 9.40 Uhr erworben hat – mit einem gewählten Gültigkeitsbeginn ab 11.33 Uhr. Er hat anschließend jedoch eine frühere Verbindung genutzt. Zum Zeitpunkt der Kontrolle war das Ticket somit noch nicht gültig“, heißt es dazu aus der Pressestelle der Bahn. Und weiter: „Die ÖBB setzen sich seit Längerem für eine Flexibilisierung der Fahrtantrittsregeln ein, um genau solche Situationen künftig zu vermeiden.“

Leider zu spät für Heinz K. Zurück bleibt für ihn ein bitterer Nachgeschmack über den „gar zu strengen Kartenkontrollor“ und eine unliebsame Erfahrung mehr mit den ÖBB. Zugfahrten werde er in Zukunft vermeiden.  

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