Nach einem Jahr als Juniorpartner in der steirischen Regierung zieht ÖVP-Chefin Manuela Khom Bilanz. Im kommenden Jahr will man verstärkt auf die Wirtschaft setzen.
„Natürlich, wir waren vor einem Jahr schwer getroffen“, gibt Manuela Khom zu. Die Landtagswahl 2024 stellte eine Zäsur in der Geschichte der steirischen Volkspartei da. Erstmals drohte man sogar aus der Regierung zu fliegen. Der abgewählte Landeshauptmann Christopher Drexler konnte wenigstens Schadensbegrenzung betreiben und die Koalition mit der FPÖ unter Dach und Fach bringen – danach musst er aber eben für Khom Platz machen.
„Ich glaube, wir haben es danach sehr gut geschafft, die Partei wieder zusammenzuführen. Vor allem die Gemeinderatswahl hat Aufwind gegeben“, spielt die Murauerin darauf an, dass die ÖVP nun 206 Bürgermeister stellt, um sechs Ortschefs mehr als zuvor.
Khom hat die Partei gehörig umgebaut: Mit Lukas Schnitzer gibt’s einen neuen Klubobmann, mit Georg Pressler seit 1. Mai einen neuen Landesgeschäftsführer. Und auch, dass sie mit Willibald Ehrenhöfer einen Quereinsteiger als Wirtschaftslandesrat aus dem Hut zauberte, stieß nicht nur auf Gegenliebe. „In der Politik braucht’s Entscheidungen – und wenn diese notwendig sind, werde ich sie treffen. Jetzt sind wir als Partei so aufgestellt, dass wir wieder mit Selbstvertrauen unterwegs sind.“
Kein Beiwagerl und klares Bekenntnis zu Europa
Dass man die ÖVP oft als „Beiwagerl“ der Landeshauptmannpartei tituliert, lässt Klubobmann Schnitzer nicht gelten: „Viele Initiativen tragen die schwarze Handschrift.“ Im kommenden Jahr will man mit der Wirtschaft einen neuen (alten) Schwerpunkt setzen. „Wir müssen den Standort attraktiver gestalten“, so Khom. „Wenn wir global bestehen wollen, geht das nur mit einer starken EU – jeder zweite Euro in der Steiermark wird ja im Export verdient.“ Ein erstes diesbezügliches Ausrufezeichen soll das Wirtschaftsforum Ende Jänner sein.
Ob sie auch bei den kommenden Wahlen als Spitzenkandidatin antritt, lässt Khom offen: „Das entscheiden bei uns Gremien.“
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