Ein Mann aus Kematen an der Ybbs findet seit Jahren seine Erfüllung im Dienst für andere. Jetzt möchte er, dass andere mit ihm eine Hilfaktions-Gruppe gründen, um armen Menschen in Pakistan und Gambia zu helfen.
Seit nun mehr als zehn Jahren setzt sich Helmut Hirtenlehner (51) aus Kematen an der Ybbs unermüdlich für Menschen in Not ein – und das weit über Österreichs Grenzen hinaus. Sein Engagement begann 2015, als ihn Hilferufe aus Gambia erreichten, erzählt er der „Krone“.
Dank von Werner Faymann?
„Ich habe den Ruf Gottes verspürt, direkt vor Ort zu helfen“, erzählt der sehr gläubige Helfer. Zuerst nahm er Kontakt mit dem Generalkonsulat in Wien auf, verfasste Berichte über die Situation in Gambia und erhielt sogar Dank vom damaligen Bundeskanzler Werner Faymann, wie er stolz erzählt.
Hilfe für Menschen in Afrika und Pakistan
Seitdem unterstützt er Menschen wie Muhammed Sillah aus Brikama (Westafrika) – mit Nahrung, medizinischer Hilfe und Unterkunft. „Aber das alles von Österreich aus!“, betont er. Sein Einsatz erstreckt sich laut eigenen Angaben auch auf Pakistan, Ghana, Bangladesch, Kamerun und Österreich. Majid Atalebe aus Konongo (Ghana) benötigte eine lebensbedrohliche Operation. Die afrikanische Gemeinde sammelte 700 Euro, dazu half der Helfer über fünf Jahre mit Nahrung, Wasser, Medizin und Unterkunft.
Überall gibt es Menschen, die dringend Unterstützung brauchen – sei es Nahrung, Wasser oder medizinische Hilfe.

Ybbstaler Helmut Hirtenlehner
Bild: Helmut Hirtenlehner
Ärger auf die Weltpolitik
Hirtenlehner, der seit Längerem wieder arbeitssuchend ist, kritisiert, dass die Politik zu wenig macht, und Leute zwinge, aktiv zu werden. „Während für Krieg und Waffenindustrie Millionen fließen, bekommen viele arme Menschen überhaupt nie Hilfe“. „Es muss ein Ende haben, dass Regierungen Kriege verursachen und Leid über die Welt bringen“, sagt er traurig.
Was ihm fehlt: eine große Gruppe, die sich mit ihm gemeinsam gegen das Leid einsetzt, und so vielleicht Größeres bewegen kann. „Ich möcht gerne auch vor Ort helfen, aber das geht nur mit einer Organisation“, sagt er. Jene, mit denen er gesprochen habe, hätten kein Gehör für ihn. Doch sein Engagement und seine Motivation bleiben: Menschen in Not etwas zurück zu geben.
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