Verregnete Saison

Für Bäder gab‘s zu viel Wasser – aber nur von oben

Niederösterreich
30.08.2025 06:00

Regenwetter im Mai und Juli ließ die Saison der Freibäder in Niederösterreich heuer buchstäblich ins Wasser fallen. Hohe Energiekosten und Personalmangel trüben die Bilanz zusätzlich.

Schulbeginn ist traditionell Saisonende in vielen Freibädern. Und das dürfte die Betreiber kaum stören – so fallen zumindest keine weiteren Kosten an. Denn mit den Einnahmen schaut es heuer eher traurig aus. Mai und Juli waren verregnet und der August auch kein Jahrhundertsommer. „In manchen Bädern sanken die Gästezahlen um bis zu 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der Durchschnitt liegt bei knapp 20 Prozent“, rechnet Harald Gölles, Sprecher der Bäderbetriebe in der NÖ-Wirtschaftskammer, vor.

Eintrittspreise werden weiter steigen
Durch Preiserhöhungen von 5 bis 25 Prozent konnten die Einbußen nur teilweise kompensiert werden. Doch Gölles kündigt schon an: „Auch nächstes Jahr werden weitere Anpassungen nötig sein.“

Preistreiber sind vor allem die hohen Energiekosten. Da helfen sich die Bäder mit PV-Anlagen, aber auch mit Rückbauten und Einsparungen im Saunabetrieb. Ein weiteres Problem: „Es wird immer schwieriger, ausgebildetes Aufsichtspersonal zu finden“, erklärt Gölles.

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Bei jenen Bädern, die noch länger offen halten, besteht Hoffnung, dass ein schöner Herbst die Bilanz noch auffetten kann

Harald Gölles, Bädersprecher in der WKNÖ

Finanzielle Förderungen notwendig
Bei all diesen Herausforderungen dürfe man aber die Bedeutung der Bäder für die Gesellschaft nicht vergessen, betont der Branchensprecher. So erfüllen die Betriebe eine zentrale Rolle bei der Schwimmausbildung für Kinder in der allgemeinen Gesundheitsförderung sowie als Treffpunkte für Jung und Alt.

Um Bäder auch in Zukunft erhalten zu können, seien Maßnahmen dringend nötig, sagt Gölles: „Beispielsweise mehr interkommunale Kooperationen, bei denen die Kosten auf mehrere Gemeinden aufgeteilt werden und auch gezielte Förderprogramme.“  Für Letztere fehlt aber in Niederösterreich noch der gemeinsame politische Wille, ein entsprechendes Ansinnen der SPÖ fand im Sommer (noch) keine mehrheitliche Unterstützung. 

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