Zehn Jahre naturnahe Beweidung im WWF-Auenreservat Marchegg zeigen Wirkung: Mehr Insekten, seltene Pflanzen und so viele Weißstörche wie seit 25 Jahren nicht mehr. Konik-Pferde und Rinder halten die Landschaft offen und schaffen Lebensräume für bedrohte Arten. Der WWF fordert jetzt: Mehr solcher Projekte für ganz Österreich.
Wehe, wenn sie losgelassen: Beim Weideland-Experiment des WWF im positiven Sinn, da die Natur die ihren Lauf nahm: Weder eine Überwucherung, noch abgegraste Flächen sind bei dem WWF-Experiment die Folge gewesen, als die robusten Pferde vor 10 Jahren bei Marchegg losliefen.
Die Tiere haben die Landschaft für neue, seltene Arten „geebnet“
„Wir haben einen dort wahren Arten-Boom erlebt“, freut sich der Naturexperte Jurrien Westerhof. Durch ihr Fressverhalten verhinderte die robuste Rasse ein wildes Überwuchern des Gebietes. Trittspuren, vermischt mit ihrem Dung führten zu einem naturnahen Verlauf – inzwischen haben sich dort etwa knapp 40 Heuschreckenarten niedergelassen, auch bei den Weißstörchen wurde – Höchststand: 54(!) Brutpaare – ein Rekord errreicht.
Seltene Pflanzen und Tiere: Allein 40 Heuschreckenarten zählte man
Ähnlich verlief es mit der Fauna – mit zahlreichen, teils gefährdeten Arten. Mittlerweile wurden auch Rinder angesiedelt, die den Naturkreislauf nicht veränderten. „Ein Beispiel, das Schule machen sollte“, resümiert der WWF. Wer sich Tipps holen will: Am 13. September findet dort eine geführte Exkursion statt, Nachahmer erlaubt.

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