Jährlich verlieren etwa 13.000 Wildtiere im steirischen Straßenverkehr das Leben. Im Sommer kommt es verstärkt zu solchen Unfällen – Autofahrer sollten derzeit vorsichtig sein. Die gute Nachricht: Mehr als 800 Straßenkilometer sind bereits besonders geschützt.
Noch bis Mitte August ist Blattzeit, das heißt, Rehböcke suchen intensiv die Nähe der Rehgeißen. Es entsteht eine regelrechte Liebesjagd, die sich oft kilometerweit erstreckt – und auch über Straßen führt. Erhöhte Vorsicht und eine aufmerksame Fahrweise sind daher aktuell besonders wichtig.
Kommt es zum Beispiel bei rund 60 km/h zu einer Kollision mit einem ausgewachsenen Rehbock, umfasst die Wucht 800 Kilogramm. Das entspricht dem Gewicht einer ausgewachsenen Kuh.
Viele Rehböcke gehen in den kommenden Wochen auf Brautschau.
Umweltlandesrat Hannes Amesbauer
Wildwarneinrichtungen senken Unfallrisiko um bis zu 90 Prozent
Im Rahmen des Projekts „Wildtierschutz & Verkehrssicherheit Steiermark“, eine Kooperation von Land und der Landesjägerschaft, wurden in den vergangenen zehn Jahren schon 790 Kilometer Landesstraßen und 27,5 Kilometer Gemeindestraßen mit Warnmaßnahmen ausgestattet. Konkret wurden über 54.000 optische Wildwarnreflektoren installiert, die das Scheinwerferlicht in die Naturräume ablenken und die Tiere warnen. Dazu kommen 3250 Geräte, die zusätzlich ein Geräusch erzeugen.
„Durch diese Maßnahmen konnte in den teilnehmenden Gebieten ein starker Rückgang der Wildunfälle gemessen werden“, berichtet Verkehrslandesrätin Claudia Holzer. Die Unfallzahlen verringern sich zwischen 25 und 90 Prozent. Heuer werden weiterer 45 Kilometer im steirischen Straßennetz gesichert.
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