Eingeschleppte Art

Öko-Warnung vor den „Killerhornissen“

Niederösterreich
12.05.2025 13:00

Eingeschlepptes asiatisches Insekt bedroht jetzt massiv unsere Bienen. Nun gibt es nach dem Winter wieder immer mehr Sichtungen ...

Sie kam mit dem Wind und dem globalen Warenverkehr. Jetzt ist sie mitten in Niederösterreich angekommen. Genauer gesagt – im einsamen Höllgraben bei Frankenfels. Was nach einem abgelegenen Idyll klingt, ist plötzlich „Frontlinie“ im stillen Krieg gegen eine invasive Spezies – der Asiatischen Hornisse, zoologisch-lateinisch Vespa velutina).

(Bild: stock.adobe, Krone KREATIV)

Die Tiere breiten sich rasant aus
Tatsächlich breitet sich die Asiatin rasant aus. Ihre bevorzugte Beute? Unsere heimischen Honigbienen, also jene fleißigen Arbeiterinnen, ohne die unsere Obstbäume leer blieben und unsere Felder verarmten.  Die Jägerin mit der dunklen Brust und den gelben Beinringen schwebt scheinbar schwerelos vor Bienenstöcken, wartet geduldig, schlägt dann blitzartig zu.

Heimische Imker sind in Sorge
Für heimische Imker ist das mehr als nur eine Sorge – es ist eine reale Bedrohung. „Wir haben mit Varroamilben und Pestiziden genug zu kämpfen“, heißt es aus der Region. „Aber das hier ist anders. Das ist ein Raubtier.“ Und eines, das sich durch nichts abschrecken lässt – außer durch entschlossene Gegenwehr. Sichtungen sind jedenfalls behördlich meldepflichtig.

 DATEN UND FAKTEN

    • Herkunft: Südostasien, eingeschleppt nach Europa vermutlich 2004 über Frankreich • Aussehen: Dunkler Körper, auffällig gelb-orange gefärbte Beinringe, orange Brustband
    •  Größe: Königin bis zu 3 cm, Arbeiterinnen ca. 2,5 cm
    • Nahrung: Hauptsächlich Honigbienen, aber auch andere Insekten, süße Früchte und Nektar
    • Verhalten: Jagt Bienen im Flug vor dem Stock, kann innerhalb weniger Tage ganze Völker zerstören
    • Vermehrung: Ein Nest kann sehr viele Tiere enthalten; neue Jungköniginnen gründen im Herbst neue Nester
    • Gefahr für den Menschen: Nicht aggressiver als die heimische Hornisse, aber bei Neststörung verteidigt sie sich 
    • Verbreitung: Rasante Ausbreitung in Europa – mittlerweile auch mehrfach in Niederösterreich nachgewiesen
    • Bekämpfung: Früherkennung durch Monitoring, gezielte Nestbeseitigung, Zusammenarbeit mit Imkern und Behörden 
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