Es ist wieder Festspielzeit – und das gleich doppelt. Denn neben den Osterfestspielen gibt es derzeit auch Protest-Festspiele. Junge Menschen protestieren nun gegen den „Porsche Privat-Tunnel“.
„Hier wird kein Tunnel für Über-Reiche entstehen. Den stoppen wir gemeinsam“, ist eine Aktivistin überzeugt. Sie steht dabei direkt vor der Einfahrt der Parkgarage Linzer Gasse. Hinter ihr prangt ein meterlanger, roter Banner mit der Aufschrift: „Stoppt den Porsche Privat-Tunnel“.
Die Protestaktion am Dienstag war aber nur der erste Akt einer ganzen Reihe von Widerstandsbewegungen. „Salzburger-Porsche-Tunnel-Festspiele“ nennen die zahlreichen Aktivisten rund um den deutschen Verkehrswendeaktivisten Tobi Rosswog ihre groß angelegte Kampagne. Bis inklusive Donnerstag veranstalten sie diverse Zusammenkünfte, um gegen das kostspielige Bauvorhaben im Kapuzinerberg von Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche Stimmung zu machen.
„Absurd großes Bauprojekt“
„Auf so ein absurd großes Bauprojekt muss man auch in absurd großem Stile antworten“, erzählt Aktivist und Initiator Tobi Rosswog. Auf einer an die Salzburger Festspiele angelehnten Webseite kann man sogar Karten für die einzelnen Protestveranstaltungen erwerben. Ticketpreis: unbezahlbar – das steht auf den Karten groß aufgedruckt.
Das Verhalten von Wolfgang Porsche zeige, wie entkoppelt Milliardäre von ihrer Mitwelt seien, sind die Aktivisten überzeugt. Während Kapuzinerberg-Anrainer in dem Bauvorhaben viele Vorteile sehen, sind die Aktivisten vom Gegenteil überzeugt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.