Ein massiver Betrugsfall wird ab Dienstag im Landesgericht Salzburg Thema. Es geht um mutmaßliche Kredit-Trickserei mit gefälschten Ausweisen und Urkunden. Sieben Personen zwischen 24 und 41 Jahren sind angeklagt. Über drei Jahre liefen die Betrügereien laut der Anklage. Schadenssumme: rund zwei Millionen Euro.
Es ist ein Betrugsfall mit außergewöhnlichen Ausmaßen, der ab Dienstag im Salzburger Landesgericht verhandelt wird: Rund zwei Millionen Euro soll die Betrügerbande Banken abgeluchst haben. Sieben Angeklagte zwischen 24 und 41 Jahren müssen vor Gericht – drei Österreicher, zwei Serben und je ein Ungar und Rumäne. Sie gelten als der Kern der kriminellen Vereinigung – ein 39-jähriger Serbe, ausgebildeter Vermögensberater, soll der Haupttäter und Kopf der Gruppe sein. Laut „Krone“-Infos gibt es aber noch 60 weitere Beschuldigte, die untergeordnete Rollen spielten.
Auf 105 Seiten listete die Linzer Staatsanwaltschaft die Vorwürfe auf – von 130 Fakten zwischen Ende 2020 und Ende 2023 ist die Rede. Der Anklage nach habe sich die Bande Kredite und Leasing-Verträge für Autos durch Schein-Identitäten erschlichen: Mit gefälschten Personalausweisen erfanden sie Personen, die nicht real existierten. Wohnungen, die der 39-Jährige besaß, wurden als Schein-Wohnsitze angegeben – stellenweise wurden Meldezettel gefälscht. Um die Bonität der nicht real existierenden Personen weiter zu heben, wurden sogar Handy- und Strom-Verträge abgeschlossen oder Urkunden gefälscht. Auch etliche Strohmänner und -frauen waren aktiv. Bei fünf Angeklagten wurde U-Haft angeordnet.
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