Es gibt wieder mehr Baubewilligungen und Kredite sind leichter zu haben – die heimische Bauwirtschaft ortet einen Aufwärtstrend.
Jetzt geht es endlich wieder ans Ziegelschupfen auf vielen Baustellen im weiten Land. „Die Bauwirtschaft erwartet sich heuer in unserem Bundesland ein zartes Wachstum“, ortet Wolfgang Ecker, der Präsident der Wirtschaftskammer in Niederösterreich, einen ersten Hoffnungsschimmer im heurigen Jahr. Anlass dazu ist das sogenannte Bauwirtschaftsradar. Dieses vom Economica Institut entwickelte Instrumentarium analysiert quartalsweise die wirtschaftlichen Kennzahlen und Trends in der blau-gelben Baubranche.
Wendepunkt erreicht
„Neue Tiefststände wurden jetzt keine mehr gemessen“, geht Ecker vorsichtig davon aus, dass nach den Krisenjahren „der Wendepunkt erreicht ist“. Das sei beim Baugewerbe auch auf dem Arbeitsmarkt feststellbar. Die Arbeitslosenquote am Bau ist zurückgegangen – die „Krone“ berichtete. Und aufgrund des trockenen Winters, dürfte sich diese Tendenz fortsetzen, meinen die Fachleute.
Wir erwarten für die niederösterreichische Bauwirtschaft heuer ein zartes Wachstum.

Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer NÖ
Bild: Mag. Rita Newman
Mehr Bauprojekte
Positiv stimmen die steigenden Zahlen an Baubewilligungen. Im vierten Quartal des Jahres 2023 lagen diese mit 932 am Boden. Ein Jahr später wurden in Niederösterreich schon wieder 1562 Baugenehmigungen in drei Monaten vergeben. „Mit dem endlich günstiger werdenden Zinsumfeld, den aufgrund des Auslaufens der KIM-Verordnung leichter zu bekommenden Krediten und den relativ stabilen Baukosten, gehe ich davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt“, betont Ecker.
Auch ein Wermutstropfen
So wird denn der NÖ-Bauwirtschaft nach zwei Rezessionsjahren für heuer ein zartes Plus von 0,9 bis 1,1 Prozent prognostiziert. Zumal die „Baumilliarde“ jetzt wirksam werden sollte und die Realeinkommen zugelegt haben. Einziger Wermutstropfen: Der „Mietpreisdeckel“ könnte den Schub am Bau wieder bremsen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.