Rupertiwinkel-Aufreger

Aprilscherz: Erzdiözese nimmt Trump als Vorbild

Salzburg
01.04.2025 11:33
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

„Der Rupertiwinkel soll wieder zu uns gehören“, vermeldete die Salzburger Erzdiözese am Dienstagvormittag in einem schlechten Aprilscherz und nahm für die Pläne im angrenzenden Bayern wohl den Eroberungszug von US-Präsident Trump zum Vorbild. Fans für diesen Schritt wären in Salzburg jedenfalls genug zu finden. 

Die Information über die Pläne, das Reich der Salzburger Erzdiözese (Salzburg und das Tiroler Unterland) zu erweitern, war schlüssig aufbereitet. Nach Gesprächen zwischen Erzbischof Franz Lackner und Reinhard Kardinal Marx, dem Erzbischof von München-Freising, sei man bei dem langfristigen Vorhaben einen entscheidenden Schritt weiter, heißt es.

Historische Wurzeln als Argument
Immerhin beruft man sich darin auf historische Wurzeln. Der Archivleiter der Erzdiözese Salzburg, Thomas Mitterecker, meint dazu: „In unseren Archiven befinden sich umfangreiche Urkunden, in denen nicht nur die jahrhundertelange Zugehörigkeit des Rupertiwinkels zur Erzdiözese, sondern sogar Details wie eine Verpflegungsliste für Wallfahrten nach Maria Plain dokumentiert ist.“ 

Angesprochen werden in den vorgegaukelten Plänen auch aktuelle Probleme wie der Priestermangel. Salzburg habe noch „pastorale und seelsorgerische Gestaltungsspielräume“. Man sei besser aufgestellt als München. Eine vatikanische Zustimmung sei aber noch erforderlich. 

Ob sich die Erzdiözese für diesen Scherz US-Präsident Trump und seine Grönland-Ambitionen zum Vorbild genommen hat? Liegt nahe. Befürworter für eine neue Grenzziehung zu Bayern, wenn auch nur kirchlich, gebe es jedenfalls: Allein sprachlich sind uns die bayrischen Nachbarn wesentlich näher als so mancher Österreicher. 

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