„Nägel mit Köpfen gibt es erst bei der konstituierenden Sitzung am 27. Februar!“ – Manfred Baumgartner (FPÖ) aus Alberndorf im Bezirk Hollabrunn will „keinen der 15 Gemeinderäte vor den Kopf stoßen“, nachdem Gerüchte über ihn als neuen Bürgermeister laut wurden. Er versucht nun, auf Nachfrage die Gerüchteküche etwas abzukühlen.
Trotzdem: Ein Nagel mit Kopf liegt schon bereit, denn der Freiheitliche hat mit der ÖVP ein Arbeitsübereinkommen erstellt, das eine Weiterführung der Zusammenarbeit wie vor der Wahl zum Ziel hat. Mit den vier ÖVP-Mandaten und den vier der FPÖ würde diese Zusammenarbeit den Wahlgewinner der Bürgerliste „Heimatliste Alberndorf“ (sechs Mandate) überstimmen. Auch Markus Ernst von der SPÖ mit einem Mandat soll im Spiel sein – eine Dreier-Variante wird aber noch nicht bestätigt.
Listenchef und Wahlgewinner hält an seinem Kurs fest
Bürgerlisten-Vorsitzender Mario Koran nimmt die Lage zur Kenntnis, will aber weiterhin am Projekt Heimatliste festhalten und „im Gemeinderat mit sechs Sitzen mitarbeiten und Vorschläge einbringen“, betont er im „Krone“-Gespräch. Im blau-schwarzen Übereinkommen ist vorgesehen, dass FPÖ-Baumgartner als neuer Bürgermeister startet und später der derzeitige ÖVP-Bürgermeister Christian Hartmann übernimmt, wenngleich der Freiheitliche dies noch nicht an die große Glocke hängen will.
FPÖ-Bürgermeister „in spe“ beruft sich auf Partei-Wünsche
Hintergrund sei vielmehr gewesen, dass seine Parteikollegen diese Variante als die günstigste Lösung angesehen hätten. Zudem habe man „gemeinsam mit der ÖVP viele Projekte begonnen, die man nun auch zu Ende bringen will“, so Baumgartner.
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