Der bekannte Heurigenort Gumpoldskirchen im Bezirk Mödling trimmt jetzt seine Reben auf ökologisch. Ein Trend, der auch dem Weinbaupräsidenten gefällt – und schmeckt!
Die Idee reift stündlich wie die Trauben im Herbst und in den tiefen Kellern der Winzer ist im Heurigenot im Bezirk Mödling trotz Winterruhe rund um die Tanks so etwas wie frühlingshafte Aufbruchstimmung zu verspüren. Das wiederum ist der Idee des Starwinzerpaares Martina und Johannes Gebeshuber zu verdanken, die sich am liebsten ökologisch zuprosten. „Wir wollen in den Rieden der Natur von der zarten Rebe bis zum knorrigen Stock zum Durchbruch verhelfen. Auf dass die raren Gottesanbeterinnen wieder Lebensraum finden“, versichert der ins Boot geholte Biologe Mag. Peter Schleimer.
300 Hektar Weingärten
Ausbreitungsmöglichkeiten gibt es für die kreuchende, fleuchende Fauna viele. Denn 80 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in und um Gumpoldskirchen sind Weingärten. „Von diesen 300 Hektar wird bereits ein Drittel biologisch bewirtschaftet“, verkündeten – reinen Ökogewissens verkostend – auch Ortschef Ferdinand Köck und Vizebürgermeisterin Dagmar Händler. Diese Aussicht und Vision lockte jetzt sogar Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager in die „Gute-Tropfen-Metropole“. Ebenso hinter diesen Plänen steht „fassfest“ Weinbauvereinsobmann Robert Grill. Zumal auch auswärtige Betriebe herzlich eingeladen sind, sich in das Bionetzwerk einzugliedern. Höhepunkt des großen Naturkeltern: Offizielle Zertifizierung Gumpoldskirchens zur Bioweinmetropole, ein Novum in ganz Österreich.
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