Ins laute Dröhnen der Motoren mischt sich am Vienna Airport das Summen von Millionen Bienen, die in der Nähe ihre „Flugbasis“ haben.
„Unser Flughafen hier in Schwechat ist nicht nur ein Knotenpunkt für Reisende aus aller Welt, sondern auch ein Hotspot für Biodiversität“, versichert Airport-Direktor Dr. Günther Ofner mit einem zufriedenen Lächeln über all die Öko-Aktivitäten in den Abfertigungshallen, aber in diesem Fall auch direkt am Rollfeld und selbst den weit draußen liegenden Pisten. „Unsere fleißigen Nektarsammerlinnen sind ein wichtiger Beitrag für die Bewahrung der Naturjuwele. Und nebenbei verwandeln sie die Blumensäfte auch in ausgezeichneten, jüngst bei der Messe in Wieselburg preisgekrönten Honig“, bestätigt der Manager all dessen, was hier an größerem und kleinerem Fluggerät abhebt und landet.
Honig für guten Zweck
1,3 Millionen Bienen summen im Umland des Airports, aufgeteilt auf etwa 30 Stöcke. Die Hälfte davon wird von der Imkerin Martina Pillitsch aus dem nahen Sommerein betreut – die Hüterin des Honigs ist sogar selbst Airport-Mitarbeiterin. Weitere 12 „Flugbasen“ für die nützlichen Insekten stehen bei Schwadorf und werden dort in Kooperation mit der Pilotenvereinigung AOPA von der örtlichen Imkerei Stögerer gehütet. Der Honig, den die Sumsis schenken, ist mehr als nur süßes Lebensmittel. Denn die Gläser werden an soziale Einrichtungen gespendet.
Summende Vielflieger
Ofner blickt schon in die Ferne des Frühlings, wenn Maschinen in die Welt starten und unten die ersten Bienen in der Luft tanzen werden. Der Direktor frohlockt: „Unsere Bienen sind mit täglich etwa 125.000 Take-offs und Landings emsige kleine Vielflieger. Sie bereichern unseren Airport mit einer ganz besonderen, ökologisch wertvollen Note“.
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