06.07.2013 08:00 |

"Weihnachtsstern"

NASA-Video zeigt Reise des Kometen ISON durchs All

Aus Daten, die das Weltraumteleskop "Hubble" zur Erde gefunkt hat, haben Forscher des Space Telescope Science Institute der US-Weltraumbehörde NASA ein Zeitraffervideo zusammengestellt, das die Bewegung des Kometen C/2012 S1 (kurz: ISON) zeigt. Der eisige Brocken aus den Tiefen des Alls soll uns gegen Jahresende einen "Weihnachtsstern" bescheren.

Zusammengestellt wurde das Filmchen aus Aufnahmen, die am 8. Mai dieses Jahren über einen Zeitraum von 43 Minuten mit der Wide Field Camera 3 von "Hubble" gemacht wurden. Zu diesem Zeitpunkt war ISON, der sich mit einer Geschwindigkeit von rund 77.000 Stundenkilometern durchs All bewegt, etwas mehr als 640 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Gemacht wurden die Bilder im sichtbaren Bereich des Lichts, weshalb es sich ursprünglich nur um Schwarz-Weiß-Aufnahmen handelte. Für das Video haben die Forscher die verschiedenen Helligkeiten in unterschiedliche Blautöne umgesetzt.

Der Komet ISON ist für Astronomen und Sterngucker von besonderem Interesse, weil man davon ausgeht, dass er zum Jahresende für ein spektakuläres Schauspiel am Himmel sorgen und sogar zu einem "Jahrhundertkometen" werden könnte. Der kleine Kern des Kometen macht es laut Angaben von Astronomen aber extrem schwierig zu prognostizieren, wie hell ISON tatsächlich leuchten wird, wenn er sich Ende November bis auf fast 1,2 Millionen Kilometer der Oberfläche der Sonne nähert.

Komet wurde erst im Vorjahr entdeckt
ISON wurde am 21. September 2012 vom Weißrussen Witali Newski und dem Russen Artjom Nowitschonok entdeckt und steht seither unter Beobachtung. Sollte seine Helligkeitsentwicklung so verlaufen, wie es Experten erwarten, dann wird der Schweifstern etwa von Mitte November bis Mitte Jänner 2014 mit freiem Auge am Abendhimmel zu sehen sein. Zu diesem Zeitpunkt soll ISON in etwa so hell wie der Vollmond werden. Weil gleichzeitig der Winkelabstand des Kometen zur Sonne aber sehr gering ist, wird er am Tag nur als kleine, blasse Wolke zu sehen sein.

Zur Gefahr für unsere Erde wird ISON übrigens nicht: Wenn der Komet am 26. Dezember auf seiner Bahn seinen erdnächsten Punkt erreicht, wird er noch immer über 60 Millionen Kilometer von ihr entfernt sein.

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