Die Legalisierung des kleinen Glücksspiels rückt näher. Durch Regulierung soll verbotenen Casinos der Kampf angesagt werden. Ziel: Spieler schützen und unerlaubte Lokale zurückdrängen.
Illegale Automaten im Hinterzimmer, Menschen die tausende Euros in Spielhöllen verlieren, Razzien in Lokalen – in den vergangenen Jahren war Salzburg ein echter Zocker-Hot-Spot. Im Jahr 2023 wurden 239 illegale Glücksspielautomaten in Salzburg beschlagnahmt. Mehr als die Hälfte bundesweit!
Bei der Suchtberatung schlugen 2023 offiziell nur 32 Personen auf. Die Dunkelziffer dürfte laut den Beratungsstellen höher sein. Man schätzt rund 200 schwer Spielsüchtige alleine in Hallein und Salzburg.
Über einen Zeitraum von zehn Jahren spricht man im Suchtbericht des Landes gar von 5000 Glücksspielsüchtigen: „Diese Zahl ist vor allem vor dem Hintergrund, dass in Salzburg das 'kleine' Glücksspiel und somit das Betreiben von Spielautomaten mit Gewinnausspielung verboten ist, beträchtlich.“
Den Kampf gegen die illegalen Spielhöllen kündigte die ÖVP-FPÖ-Landesregierung Ende 2023 an. Jetzt fährt die Regierung erneut Geschütze auf.
„Krone“-Infos zufolge soll es heute, Donnerstag, bereits erste Detailgespräche über eine Legalisierung geben. Die Ziele: Schutz der Spieler durch kontrollierte, regulierte und legale Kleincasinos sowie das Zurückdrängen der illegalen Zockerläden.
Nach Kärnten, Ober- und Niederösterreich, Burgenland und Steiermark wäre Salzburg das sechste Bundesland, das das kleine Glücksspiel legalisiert.
Als kleines Zuckerl winken dem Land darüber hinaus Steuereinnahmen – denn registrierte Automaten müssen natürlich ihren Beitrag an den Fiskus leisten.
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