Gemeinsam mit Global 2000 hatte die „Krone“ hartnäckig für einen Bann der gefährlichen Chemikalie Bisphenol A gekämpft. Jetzt beschloss die EU-Kommission das endgültige Aus!
Bereits 2009 hatte die Umweltschutzorganisation Global 2000 eine breite Palette an verschiedene Kunststoffartikel auf Schadstoffe untersucht. Zutiefst schockierendes und für alle Mamas und Papas beängstigendes Ergebnis: In fast allen handelsüblichen Babyschnullern wurden große Mengen BPA nachgewiesen und in der Folge ein Verbot erwirkt.
2000-fache Überschreitungen
„Die Konzentrationen, die wir damals in Speichel-Simulaten gemessen hatten, lagen für Babys und Kleinkinder um das 200- bis 2000-fache über der heute als gesundheitlich akzeptabel angesehenen Dosis. Dass Österreich die Schnuller damals unverzüglich vom Markt genommen und ein österreichweites Verbot verhängt hat, war rückblickend die einzig richtige Entscheidung“, erinnert sich Global- 2000-Chemiker Dr. Helmut Burtscher-Schaden an die dramatischen Zustände am Beginn des Ringens um ein Verbot der – wissenschaftlich nachweislich – hormonschädigenden Chemikalie.
15 Jahre hat es in Brüssel gedauert
Dennoch dauerte es bis zum finalen Öko-Triumph im heurigen Dezember weitere 15 Jahre, bis sich die Bürokraten in Brüssel zu einem gänzlichen Verbot von Bisphenol durchringen konnten. Das jetzt von der Kommission angenommene Verbot umfasst BPA in allen Produkten, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen wie etwa Plastikverpackungen, Metallbeschichtungen in Konservendosen und wiederverwendbare Trinkflaschen. Es wird auch auf andere Bisphenole ausgeweitet, die als fortpflanzungsgefährdend oder endokrin schädlich gelten.
Die Umsetzungsfrist ist 18 Monate
Nach einer Umsetzungsfrist von 18 Monaten ist die Gefahr endgültig gebannt. Burtscher-Schaden jubelt. Die Wissenschaft habe gezeigt, dass bereits kleinste Mengen von BPA die Gesundheit beeinträchtigen können, insbesondere das Hormonsystem.
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