Bei den Einsatzkräften, der Bahn oder in Spitälern und Pflegeheimen – wenn für die meisten Menschen Bescherung ist, wird hier gearbeitet.
Wenn vielerorts das Christkind kommt, sind sie für andere im Einsatz. Sie versehen oft freiwillig Dienst, während andere im Kreise ihrer Familien Weihnachten feiern. So wie Markus Pruckner. Der ÖBB-Mitarbeiter aus Amstetten arbeitet am 24. Dezember – und das schon seit vielen Jahren. „Die Atmosphäre ist auch zu Weihnachten immer sehr gut. Es gibt ein gemeinsames Essen mit den Kollegen, das ist schon eine sehr nette Tradition“, erklärt Pruckner. Mit der Familie werde zuvor alles gut abgestimmt.
Weihnachtsfrieden am Bahnhof
Aber auch Ingo Dutter und Martin Gruber sind am Heiligen Abend im Einsatz. Ab 18.30 Uhr sorgen die beiden ÖBB-Sicherheitsmänner am St. Pöltner Bahnhof für den nötigen Weihnachtsfrieden. „Es ist schon etwas Besonderes, weil jeder Kollege von daheim etwas anderes zu essen mitnimmt und wir es zu einer ruhigen Zeit genießen können“, erzählt Gruber. „Auch die meisten Kunden sind entspannter“, meint Dutter. Seit 15 Jahren verlegt er seine persönliche Bescherung vor, um zu arbeiten. „Meine Familie ist daran gewöhnt, mein Sohn ist froh, wenn ihn der Papa mit den Geschenken in Ruhe lässt“, schmunzelt er.
Bei Notfällen zur Stelle
Auch die Mitarbeiter des Roten Kreuzes sind im Feiertagseinsatz. Statt gemütlich zu feiern, sind sie unterwegs oder auf der Dienststelle allzeit bereit. Ob Hauskrankenpflege, Kummernummer, Servicecenter oder Rettungsdienst – mehr als 400 der hauptberuflichen als auch freiwilligen Mitarbeiter sind an den Festtagen in Niederösterreich zu Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Vormittags sind es zu den Spitzenzeiten sogar knapp 640 Personen, die in ganz Niederösterreich im Rettungsdienst im Einsatz sind. Dazu kommen 28 hauptberufliche Mitarbeiter in der Hauskrankenpflege. „Es ist für viele ein schöner Brauch, an den Feiertagen gemeinsam Dienst zu machen“, erklärt Landesrettungskommandant Wolfgang Frühwirt. „Unsere Bezirksstellen sind rund um die Uhr besetzt, das Netzwerk der Sicherheit ist in Niederösterreich dicht gewoben“, betont der niederösterreichische Rotkreuz-Präsident Hans Ebner.
Keine Dienst-Pause an Feiertagen
Damit die Bevölkerung die Feiertage hierzulande unbesorgt genießen kann, sind natürlich auch Polizei und Feuerwehr zu Weihnachten unermüdlich im Einsatz. Keine Pause gibt es ach für die Betreuerinnen und Betreuer in den Pflegeheimen sowie die Mediziner und Pflegekräfte in den Krankenhäusern. Dort bemüht man sich am Heiligen Abend dennoch um besinnliches Flair. So erklingen etwa im Universitätsklinikum in St. Pölten weihnachtliche Weisen in der Spitalskapelle und die Christmette wird via hausinternem TV in alle Patientenzimmer übertragen.
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