Die Königsliga-Bilanz der Eisbullen fällt trotz des Viertelfinal-Ausscheidens mit einem 0:6 bei Färjestad Karlstad sicher positiv aus. Jetzt gilt es für die von Verletzungen und Erkrankungen gebeutelte David-Truppe noch in den nächsten Wochen die Eishockeyliga-Suppe auszulöffeln. Ein „Eiszeit“-Kommentar von Robert Groiß.
Niederlagen schmerzen immer, noch viel mehr, wenn sie wie am Dienstag im Viertelfinalrückspiel in Karlstad mit 0:6 so hoch ausfallen. „Es tut dazu auch weh, weil wir mit dem 3:1-Heimsieg eine überraschend gute Basis für den Halbfinaleinzug geschaffen hatten“, resümierte Oliver David.
Der Eisbullen-Cheftrainer fuhr fort: „Klar ist die Enttäuschung riesig, ich hoffe aber, dass die Boys mit etwas Abstand zu schätzen wissen, was sie heuer in der Champions Hockey League geleistet haben, und darauf stolz sind.“ Wenn auch diesmal das Spiel gegen die Schwedenbomben zu fehlerhaft war, nur die kämpferische Leistung passte.
Da stand den Eisbullen nach dem Aus (Gesamt: 3:7) die Ernüchterung ins Gesicht geschrieben, war der Heimflug nicht lustig – am Ende dieser positiven Königsliga-Saison.
„So standen gleich drei der Semifinalisten auf unserem Spielplan“, führte Christian Winkler, Sportdirektor Red Bull Eishockey, aus – mit den Siegen gegen ZSC Lions (4:2/A) und Färjestad (H) wurden die größten Ausrufezeichen gesetzt, gegen Sparta Prag unterlag man knapp (1:2/H). Am Ende standen sieben Siegen nur drei Niederlagen gegenüber.
Womit die Eisbullen gute Werbung fürs heimische Hockey, aber auch die Eishockeyliga machten. Deren Führung den Eurofightern doch mehr zutrauen, schon im Saison-Vorfeld bei der Spielplan-Gestaltung durchaus mehr Fingerspitzengefühl zeigen sollte.
Damit wäre auch Salzburgs Spiele-Stau, der bei einem Halbfinaleinzug im totalen Chaos geendet hätte, besser zu handeln gewesen. Die Suppe müssen die Bulls, bei denen Kranke, Verletzte oft durchbissen, in den nächsten Wochen (vier Partien weniger als Leader Fehervar) auslöffeln.
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