In ewig klingenden Chorgesängen lobpreisen die Mönche der Abtei in Lilienfeld den Herrn. Doch auch noch andere himmlische Musik erfüllt den gewaltigen Klangkörper des Klosters.
Wir versammeln uns seit Mönchsgedenken hier im Gestühl der Abtei, um mit unseren Chorgebeten den Schöpfer anzurufen und ihm für alles inbrünstig zu danken, was er uns schenkt“, versichert Abt Pius Maurer, der nun in Lilienfeld jenen spirituellen Grundstein hütet, den 1202 der Babenbergerfürst Leopold VI. mit der Gründung des Klosters legte. „Mit den ersten Brüdern aus Heiligenkreuz kamen auch die ersten Chorgebete in unser Haus Gottes“, erklärt Pater Pius.
Doch neben diesen uralten gesungenen Gebeten, die sich – zum Himmel steigend – in den Höhen und Weiten verlieren, erfüllt aber auch der tiefe Klang der Orgel auf der Westempore, die 1767 von Ignaz Gatto erbaut wurde, das Stift. „Wir haben das Glück mit unserer Stiftsorganistin Karen De Pastel eine im wahrsten Sinne des Wortes von Gott begnadete Künstlerin an den 44 Registern auf drei Manualen und dem Pedal sitzen zu haben“, ist der hochwürdigste Herr Zisterzienserabt voll des himmlischen Lobes für die bekannte Künstlerin und deren Sommerakademie.
Jetzt erklangen sonst nie gehörte Töne in der Abtei. Denn der junge Musiker Johannes Rieger ließ im Rahmen seines besonderen Kunstprojekts „CANTAS“ sein sogenanntes Wiener Horn erklingen. Ihm zur Seite stand der Komponist Erwin Kiennast.
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