Am Samstagvormittag war der 61-jährige Verdächtige mit seinem 36-jährigen Nachbarn und dessen 59-jährigem Vater in Streit geraten. Dabei soll der Pensionist die beiden bedroht haben. Kurz darauf stand die Polizei vor seiner Tür und bat ihn, zur Einvernahme auf die Inspektion zu kommen.
Der Obersteirer versicherte zu kommen, wolle aber vorher mit seinem Anwalt sprechen. Tatsächlich jedoch schnappte er sich eine Pistole und zwei Gewehre, die er vermutlich illegal besaß, stürmte zum Haus seiner Nachbarn (Bild) und rief nach ihnen. Die Ehefrau des 36-Jährigen hörte das und warnte ihren Mann. Das Paar versteckte sich im Schlafzimmer, während der Pensionist durch die nicht abgesperrte Hintertür ins Haus gelangte.
Der Verdächtige versuchte, durch die Schlafzimmertür zu stürmen, der 36-Jährige stemmte sich dagegen. Der Pensionist schoss daraufhin mit seiner Walther TPH mehrmals durch die Tür und traf den Nachbarn dabei im Gesicht, am Rücken und am Oberschenkel.
Familie eilt Opfer zur Hilfe
Durch den Lärm wurde der Vater des 36-Jährigen aufgeschreckt. Gemeinsam mit seinen Eltern überwältigte der schwer verletzte 36-Jährige den 61-Jährigen. Nach Eintreffen von Polizei und Rettung wurde das Opfer ins Spital nach Bad Aussee gebracht, der mutmaßliche Täter mit Rippenbrüchen ins LKH Rottenmann. Der 36-Jährige dürfte nur knapp mit dem Leben davongekommen sein, denn die Kugel, die das Gesicht getroffen hatte, hatte sich durch die Wange und die Nasenhöhle gebohrt und war erst kurz vor dem Ohr steckengeblieben.
Der 61-Jährige wurde Sonntagmittag noch im Spital behandelt, danach soll er in der Justizanstalt Leoben in Untersuchungshaft genommen werden, erklärte Staatsanwältin Nicole Dexer. Er werde sich wegen Mordversuchs verantworten müssen.
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