Seit 15. April wurde in der Hauptschlagader der Region Tirol/Vorarlberg gearbeitet, die Verkehrsteilnehmer mussten über den Pass. Spätestens seit eine Mure im Sommer auch diese Verbindung kappte, war klar: der 22. November war ein herbeigesehnter Tag. Nun ging der Arlbergtunnel wieder auf!
„Heute Nacht hat uns das Wetter überholt“, meinte der Vorarlberger Landesrat Christian Gantner, der am Freitag LH Markus Wallner am herbeigesehnten Termin vertrat. Mit überholt meinte er die massiven Schneefälle in der Nacht auf Freitag, die eine Sperre der Passstraße nach sich zogen. So verlegte man die Öffnung des Arlbergtunnels abseits des Drehbuches eben eine Nacht vor.
Seit 2005 rund 300 Millionen Euro investiert
Trotzdem wollten den besagten 22. November, dem geplanten Tag der Eröffnung nach der siebenmonatigen Totalsperre, viele Persönlichkeiten vor Ort live erleben. Immerhin war es die größte Tunnelbaustelle der Asfinag im Westen Österreichs. „Die Leistung aller Beteiligten, den längsten Straßentunnel Österreichs bei derart schwierigen Rahmenbedingungen zu modernisieren, war enorm“, lobte Asfinag-Vorstand Herbert Kasser auch die Projektpartner. Die knapp 50 Jahre alte Betonfahrbahn des rund 14 Kilometer langen Tunnels inklusive der Hauptentwässerung wurde erneuert, Sicherheitseinrichtungen optimiert und eine helle Tunnelbeschichtung aufgetragen. Während der intensivsten Zeit arbeiteten 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichzeitig im Tunnel. Seit 2005 wurden in vier Sanierungsetappen rund 300 Mio. Euro in den Arlbergtunnel investiert, dieser jüngste „Eingriff“ verschlang 75 Mio. Euro.
Keine Sperre mehr in den nächsten Jahren
Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Mautstation von Grund auf erneuert. Kasser: „Wir haben hier eine neue Liga der Mautabfertigung und modernste Arbeitsplätze geschaffen.“ LH Anton Mattle dankte den Anrainern und Pendlern für ihre Geduld und zeigte sich froh darüber, „dass die Eröffnung rechtzeitig vor der Wintersaison nach Plan geklappt hat.“ Und die gute Nachricht zum Schluss: Seitens der Asfinag wurde versichert, dass es auf viele Jahre hinaus gesehen die letzte monatelange Sperre der stark frequentierten Verbindung war.
Allerdings bleibt die Asfinag im Oberland investitionsfreudig: Bis 2031 fließt eine weitere halbe Milliarde Euro in die Lötzgalerie und den Landecker Tunnel.
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