„Ich habe schon sehr viel miterleben dürfen. Oder müssen“, sagt Kombinierer Mario Seidl. Da sind vier Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen sowie zwei Einzelweltcupsiege auf der einen Seite. Da sind aber auch ein Kreuzbandriss, die Autoimmunerkrankung Hypogammaglobulinämie und ein Bruch der Kniescheibe auf der anderen Seite.
Letzterer bereitet dem 31-Jährigen auch acht Monate nach der Horrorverletzung Probleme. Erst vor zwei Wochen konnte er mit dem klassischen Lauftraining beginnen. „Wir haben es total unterschätzt“, erklärte der Routinier. Immer wieder hatte er das Gefühl, als wäre „Schotter im Knie“. Der WM-Winter ist für Seidl quasi gelaufen. „Da müsste ein Wunder geschehen“, sagt er offen.
Herr der Lüfte sattelt nebenbei um
Ans Aufgeben denkt das „Stehaufmandl“ aber noch lange nicht – er hofft auf Olympia 2026, das längst in seinem Kopf herumgeistert. „Wie auch das Skifliegen im Kombiweltcup“, grinst der begnadete Flieger. Der auch abseits der Schanzen nicht genug davon bekommt und am Pilotenschein arbeitet. „So verliere ich den Fokus nicht“, sagt Seidl.
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