Am Dienstagabend wurden zwei Projekttechniker der Energie Steiermark zu Lebensrettern. Als sie die B 69 in Soboth (Bezirk Deutschlandsberg) entlangfuhren, bemerkten sie das verunfallte Auto eines 47-Jährigen. Kurzerhand zog der 25-Jährige den bewusstlosen Mann aus dem Fahrzeug, das wenig später in Flammen aufging.
Es war gegen 17 Uhr, als ein 47-Jähriger aus dem Bezirk Deutschlandsberg seinen Pkw auf der B 69 von Soboth Richtung Eibiswald lenkte. In einer lang gezogenen Linkskurve geschah der fatale Unfall: Er kam aus bislang ungeklärter Ursache rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Wenige Sekunden später stand das Auto bereits in Brand.
Am Heimweg zu Lebensrettern geworden
Genau zu diesem Zeitpunkt fuhren zwei Mitarbeiter der Energie Steiermark, Marlene Sapotnig und Alexander Goriupp, am Unfallort vorbei. „Wir waren gerade am Heimweg von einer Begehung beim Windparkprojekt Soboth in Eibiswald“, erzählt Goriupp. Im Vorüberfahren hatten sie zwischen dem dichten Nebel ein leichtes Lodern vernommen, also drehten sie um. Dann ging alles sehr schnell: „Wir sind mit dem Auto ins Gelände gefahren, meine Kollegin hat den Notruf gewählt, und ich bin zum Fahrzeug gelaufen, wo der Motorraum schon brannte.“
Als großes Glück im Unglück erwies sich, dass der 25-Jährige aus dem Bezirk Graz-Umgebung Feuerwehrsanitäter in Seiersberg ist. „Der Mann war bewusstlos. Ich habe ihn mit den Fingern im verrauchten Auto ertastet und den Gurt gelöst“, erzählt Goriupp. Mit einem Rettungsgriff zerrte er den Verletzten aus dem Auto – „eine Minute später brannte es lichterloh“. Doch der Mann war gerettet und konnte von den beiden Helfern wieder zu Bewusstsein gebracht werden.
Zwei Feuerwehren eilten herbei
Die Rettung brachte den 47-Jährigen im Anschluss auf die Intensivstation des LKH Deutschlandsberg. „Der Dank von den Angehörigen und auch aus dem Ort war sehr groß – er hätte ohne uns keine Chance gehabt“, sagt der 25-Jährige. Aus dem Umfeld erfuhr er, dass der Verletzte außer Lebensgefahr sei und mit ein paar Knochenbrüchen davongekommen war. „Ich bin zwar bei der Feuerwehr, aber in so einer Situation war ich noch nie“, sagt er erleichtert.
Die Freiwilligen Feuerwehren St. Oswald und Soboth konnten mit 20 Einsatzkräften den Brand vollständig löschen. Sie waren zwei Stunden lang im Einsatz und mussten kurzzeitig die Bundesstraße sperren. Etwas später führte man einen Alkotest bei dem Verletzten durch: Er war wohl zum Unfallzeitpunkt stark alkoholisiert.
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