In jeder Hinsicht reißt der Tod des beliebten Wirts Rudi Hirsch eine Lücke ins Dorfleben von Groß Gerungs. Das Gasthaus im Waldviertel ist seitdem geschlossen.
„Aufgrund des Todes von Rudi ist unser Wirtshaus geschlossen!“ Mit dieser berührenden Botschaft auf der Homepage nimmt Renate Stadlhofer, die in ein Tal der Trauer gestürzte Partnerin Abschied von ihrem geliebten Lebenspartner Rudi Hirsch! Gemeinsam mit ihm hatte die gebürtige Steirerin das Gasthaus in Groß Gerungs im Waldviertel von dessen Eltern übernommen – und damit im wahrsten Sinne Wirtshauskultur vom kulinarisch Feinsten in die Gemeinde gebracht.
Und das mit klimafreundlichster Raffinesse! Denn gesetzt wurde auf regionale Zutaten. Mit Wertvollstem aus dem eigenen Gemüse-, Obst- und Kräutergarten gelang es dem Paar, die Gäste – sowohl aus dem Ort als auch von nah und fern – kulinarisch zu verwöhnen.
Doch vor drei Jahren die niederschmetternde Diagnose für Rudi: Lungenkrebs! „Diesen Kampf hat er jetzt verloren“, schildert Renate Stadlhofer, eine mit zahlreichen europäischen und heimischen Auszeichnungen überhäufte Top-Köchin mit Tränen erstickter Stimme.
Unterstützung für die Zukunft
Was bleibt, sind Erinnerungen so vieler Gäste an schöne Abende im besonderen Restaurant. „Sie weiß noch nicht, wie es weiter gehen soll“, schildert auch die Landhaus-Gastgeberin Itha Walser-Lazarini im nahen Langschlägerwald. Sie ist einer von vielen Schutzengeln, die der Witwe jetzt zufliegen, unter ihnen Landeschefin Johanna Mikl-Leitner und ÖVP-Klubchef Jochen Danninger: „Wir sind zu jedem guten Werk bereit und wollen, dass Renate das Gasthaus weiterführen kann!“ Hilfe wollen sie vor allen den fünf Kindern und auch bei der Konzession angedeihen lassen.
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