Deutlich mehr als in den vergangenen Jahren investieren heuer die steirischen Seilbahnbetriebe: 105 Millionen Euro! Ins Gewicht fallen vor allem neue Gondeln am Loser und in Rohrmoos sowie die leistungsstärkste Seilbahn der Steiermark am Hauser Kaibling.
3600 Wintersportler pro Stunde kann die neue 8er-Sesselbahn namens „Kaiblinggrat“ befördern: Sie ersetzt die Vierer-Sesselbahn „Quattralpina“ aus dem Jahr 1992 und bringt Gäste in viereinhalb Minuten auf das Senderplateau (1870 Meter Seehöhe). Premiere feiert im anstehenden Winter auch die Panoramabahn am Loser, die nach Verzögerungen und lokalem Widerstand doch errichtet werden kann: Ersetzt werden mit den neuen Gondeln gleich zwei bestehende Sesselbahnen.
Das dritte Großprojekt wird in der Region Schladming-Roormoos realisiert: Die 10er-Kabinenbahn Rohrmoos I wird anstelle eines alten Doppelsessellifts errichtet. Erstmals können Ski direkt in der Gondel untergebracht werden. Dazu kommen natürlich viele weitere, kleinere Investitionen in fast allen Wintersportregionen, etwa in Beschneiungsanlagen.
Auf den Bergen ist schon Winter
Hoch oben in der neuen Dachstein-Bergstation blickten am Freitag die steirischen Seilbahn-Unternehmer bei ihrer alljährlichen Tagung optimistisch in den Winter – passend bei dichtem Schneetreiben. Sie verweisen auch selbstbewusst auf ihre Bedeutung für die heimische Wirtschaft: „Jeder Euro, der in unsere Branche fließt, erzeugt eine siebenfache Wertschöpfung in der gesamten Region.“
Bei den Seilbahnbetrieben sind 1300 Personen direkt beschäftigt. Sie betreiben 190 Liftanlagen, darunter 43 Sessellifte und 14 Gondeln. Insgesamt warten fast 1000 Pistenkilometer. Vom kleinen Skigebiete bis zur großen Vier-Berge-Skischaukel, von Profisportlern über Freedridern bis zu Anfängern: „Die Vielfalt macht die Steiermark zu einem der attraktivsten Winterziele für alle“, betont Branchensprecher Fabrice Girardoni (Stuhleck).
Das Institut Manova hat in den vergangenen Jahren Zahlen unter etwa 40.000 Gästen erhoben: „80 Prozent sind wiederkehrende Gäste, ein Drittel kommt jedes Jahr in die heimischen Skigebiete und jeder Fünfte sogar mehrmals pro Saison. Außerdem geben etwa 80 Prozent der Gäste dem Preis-Leistungsverhältnis die Note Sehr gut oder Gut“, so Girardoni.
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