Mit seinem riesigen Gürtel am Rande des Waldes schaffte es Öko-Experte Karlheinz Piringer vor 33 Jahren bis heute ein Vorbild zu sein. Denn der „Waldmantel“ bietet Schutz vor Wind, einen besonderen Lebensraum und Nahrung für Wildtiere, Vögel und Insekten.
Ein Pionier der allerersten Stunde ist Karlheinz Piringer, wenn es um den „Waldmantel“ geht. Denn das Thema, eine bestehende Waldfläche zu schützen, wird auch heute meist anders aufgefasst, als es hier gemeint ist.
Damals – 1991 wurde mit der Umsetzung des Projekts, den Wald zu schützen, begonnen – als der Forst noch vielerorts als reine Wertanlage galt, wusste man damit noch viel weniger anzufangen. Dies passierte just im naturbelassenen Waldviertel, genauer in Drösiedl bei Pfaffenschlag im Bezirk Waidhofen an der Thaya. „Ich dachte, dass übliche Bewirtschaftung dem Wald auf Dauer nicht mehr gut tut, und bin aktiv geworden“, sagt Öko-Pionier Piringer, der einst mit einigen Organisationen und Mitstreitern, wie der Berg- und Naturwacht, am Waldrand einen 1800 Meter langen und zehn Meter breiten Schutzgürtel mit 500 Wildobstbäumen und 5000 Sträuchern pflanzte.
Immer mehr Interesse an Öko-Projekt
Entlang von Wegen wurden auf 1500 Laufmetern Hochstammbäume aufgestellt, Pflanzenmaterial alter Obstsorten verwendet. „Damit sind Wald und Tiere mehr als nur vor Wind geschützt – ein Lebensraum entsteht und das Obst dient Wild, Vögeln sowie Insekten als Futter“, freut sich der 76-Jährige über immer mehr Nachahmer und interessierte Gruppen, auch aus Schulen, die das Waldmantelprojekt besichtigen.René Denk
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