Gleichsam spektakulärer wie gruseliger Fund in der steirischen Landeshauptstadt: Bei Bauarbeiten im Bereich des Taggerwerks in der Grazer Puchstraße stieß man auf zahlreiche Skelette. Sie sind mehrere hundert Jahre alt, Archäologen sind bereits im Einsatz.
In sozialen Medien kursieren aktuell spektakuläre Bilder von einem Gruselfund: Im Bereich des ehemaligen Taggerwerks in der Grazer Puchstraße wurden mehrere Skelette gefunden, wie Markus Lamb, Sprecher der Polizei Steiermark, der „Krone“ bestätigt. Demnach wurden bereits am 26. August von Bauarbeitern Knochen entdeckt, die mehrere hundert Jahre alt sind.
Der Fund steht also nicht in Zusammenhang mit dem ehemaligen NS-Lager in Liebenau. Stadtarchäologin Susanne Lamm geht davon aus, dass die Bestattungen im 17. oder 18. Jahrhundert stattgefunden haben: „Es wurden keine Grabbeigaben gefunden, was die Datierung erschwert.“
Bis dato wusste man nicht, dass in diesem Bereich Menschen beerdigt worden seien, betont die Wissenschafterin im Gespräch mit der „Krone“: „Die Stelle ist im archäologischen Kataster nicht verzeichnet.“ Eine Archäologie-Firma sei mit der Sicherstellung der menschlichen Überreste, die in eineinhalb Metern Tiefe lagen, betraut worden. Auch die Gerichtsmedizin sei im Einsatz gewesen, so Markus Lamb: „Aus polizeilicher Sicht ist die Arbeit damit vorerst beendet.“
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