Während im aktuellen Wahlkampf bislang ja eher nur die Sozialdemokraten mit politischen Querschüssen aufgefallen sind, gibt es jetzt auch den ersten kleinen „Ausrutscher“ in der ÖVP. Im in einer Gemeindeparteizeitung inserierten Werbesujet wird Bundeskanzler Karl Nehammer von einem Parteikollegen und Nationalrat als „Blender“ bezeichnet. „Irrtümlich“, wie es aus der Partei heißt.
Eine kleine Gemeinde aus Niederösterreich ist sei Samstag in Politiker-Kreisen in aller Munde. In der Gemeindezeitung von Michelhausen im Bezirk Tulln wollte ÖVP-Nationalrat Johann Höfinger nämlich für sich selbst und seinen Parteichef, Kanzler Karl Nehammer werben. Zumindest letzteres hat offenbar nicht so gut funktioniert.
Wort „kein“ fehlt in der Werbung
Der schwarze Bundesparteichef wird im entsprechenden Werbetext nämlich als „Blender“ bezeichnet. „Karl Nehammer ist Blender, kein Träumer und kein Hetzer. Er ist jemand, der gestaltet – nicht spaltet. Jemand, der zuhört – nicht verstört“, heißt es dort. „Ein Irrtum“, wie es auf Anfrage aus der ÖVP heißt. Vor dem Wort Blender fehle das Wort „kein“, wird präzisiert.
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott aber bekanntlich nicht zu sorgen. Just SPÖ-Nationalrat Andreas Kollross, der bekanntlich wegen seines „Ius primae noctis“-Sagers kritisiert in die Kritik geriet, äußerte sich auf Twitter.
Und er kassierte prompt den Konter von der ÖVP. „Dass sich gerade äußert, der via Facebook ‘versehentlich‘ Vergewaltigungen verherrlicht hat, ist peinlich“, meint Harald Sörös, Pressechef der NÖ-Landespartei. Stattdessen solle die SPÖ lieber ihren Parteichef Andreas Babler belehren, der (versehentlich) zum Wahlkampfauftakt nach der Nationalratswahl eingeladen hat.
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