Unter Grazer Standlern herrscht Unmut. Ab 2025 müssen sie Flaschen und Dosen zurücknehmen, doch der Lagerplatz fehlt.
Mit einem neuen Pfandsystem für Dosen und Plastikflaschen preschte die Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) vor – die Wiener Würstelstandler konterten just mit einem Protest unter dem Motto „außer Rand und Pfand“. Der Hintergrund: Verkäufer von Pfandartikeln sollen diese ab 2025 auch wieder zurücknehmen – dafür fehlt es den Standlern aber schlichtweg an Platz.
Auch in der Steiermark herrscht Unmut: „Ich bin in der glücklichen Lage, ein Lager zu haben. Aber trotzdem: das Stapeln, das Zählen“, sagt Gerd Gutmann beim „Krone“-Besuch am Grazer Hauptplatz. Er habe bereits Coca-Cola und auch das Marktamt kontaktiert, um Details zu erfahren. Sie würden einen Automaten zwischen die Stände gestellt bekommen, hieß es. So richtig schlau wurde er aber nicht aus den Gesprächen: „Es ist typisch österreichisch – sie machen ein Gesetz und wissen nicht, wie sie es handhaben“, sagt Gutmann.
Auch August Krivec vom „Standl 5“ ist nicht begeistert. „Für uns wäre das ein großes Problem, ich kann mir das nicht wirklich vorstellen“, sagt er. Gerade die Sortierung und die Zwischenlagerung hinter der Theke bereiten ihm Sorgen. Denn die Flaschen und Dosen dürfen nicht, wie bisher, zusammengedrückt werden – der Strichcode muss für den Automaten leserlich bleiben. Vorerst will Krivec aber noch zuwarten: „Ich lass mich mal überraschen, was wirklich kommt.“
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