Die Sanierung und die Haftung des schönen Wanderweges bleiben weiterhin ungeklärt. Gemeinde Elsbethen und Alpenverein hoffen auf die Unterschrift eines Grundeigentümers. Er hat anders als die übrigen Eigentümer noch immer Einwände gegen eine vorgeschlagene Lösung.
Die Glasenbachklamm verkommt. Sie schaut durch umgestürzte Bäume und Geröllhalden sehr wild aus“, klagen gegenüber der „Krone“ Besucher. Wie sie fragen sich viele, was mit dem besonders im Sommer geschätzten Naturjuwel los ist. Schön langsam geht auch den Elsbethenern die Geduld aus. Seit vielen Monaten verhandeln sie mit Grundeigentümern der Klamm. Weil sich einer dieser Verhandlungspartner querlegt, ist aber noch immer keine Einigung zustande gekommen.
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„Das ist jetzt unser letzter Versuch“, gibt sich Elsbethens seit dem Frühjahr amtierender Bürgermeister Matthias Herbst entschlossen. Er spricht eine erneute Gesprächsrunde an, die vor einigen Tagen stattgefunden hat. Der Bürgermeister geht davon aus, dass nach der Urlaubszeit im September ein Vertrag zustandekommt.
Gelöst werden muss vor allem die Frage der Haftung. Wegen Mängeln an Brücken auf dem beliebten Wanderweg sperrte die Gemeinde im April des Vorjahres die Klamm. Ein neuer Vertrag für den Betrieb und die Sanierung des Weges wurde vorgestellt. Laut diesem würde der Alpenverein in Zukunft den Weg betreiben. Die Gemeinde hat 800.000 Euro für Sanierungsarbeiten budgetiert, plus jährlich 25.000 Euro für Reparaturen.
Alpenverein möchte Radfahr-Erlaubnis
Bedenken dürfte der zögernde Grundeigentümer beim Thema Radfahren haben. Das will der Alpenverein bergauf bewilligt sehen. Dafür gäbe es sogar eine Landeshaftung. „Ansonsten wird der Weg wieder ein Gehweg“, sagt Matthias Herbst. In Elsbethen braucht man laut einem Kenner wegen etlicher wohlhabender Grundeigentümer viel Geduld. Norbert Hechenblaickner von der Unabhängigen Liste Elsbethen findet: „Radfahren ist okay. Man kann nicht alles verbieten, sonst ist alles nur noch für 80-Jährige.“ Die Klamm müsse in jedem Fall erhalten bleiben.
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