Zeltweg und Graz

Steiermark bekommt erste Kinder-Gesundheitszentren

Steiermark
17.07.2024 12:31

Zu 14 bestehenden Primärversorgungszentren in der Steiermark sollen bald die ersten Einrichtungen dieser Art speziell für Kinder an den Start gehen. ÖGK und Ärztekammer haben nun die vertraglichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen. Die ersten Kinder-Gesundheitszentren entstehen in Zeltweg und Graz.

Grippe, Masern, RSV: Speziell in den vergangenen Herbst- und Wintermonaten waren steirische Kinderarztpraxen und Spitalsambulanzen teils übervoll mit kleinen Patienten. Eltern können ein Lied davon singen, wie groß die Verzweiflung ist, wenn einfach kein Kinderarzt greifbar ist oder sich die Wartezeit über Stunden erstreckt.

Abhilfe schaffen sollen künftig, wie berichtet, unter anderem sogenannte Primärversorgungseinheiten (PVE) speziell für Kinder. In der Steiermark gibt es inzwischen bereits 14 allgemeine Primärversorgungszentren, in denen mehrere Ärzte und Fachrichtungen sowie medizinisches Personal wie Physiotherapeuten oder Psychologen unter einem Dach arbeiten. Patienten haben damit einfacheren Zugang zu umfassenderen Leistungen und das bei deutlich ausgedehnteren Öffnungszeiten.

Erster Vertrag speziell für Kinder-PVE
Nun erfolgte der nächste wichtige Schritt für die ersten zwei Kinder-Gesundheitszentren in der Steiermark: „Wir haben unlängst einen Rahmenvertrag abgeschlossen und können endlich grünes Licht für Kinder-Primärversorgungseinheiten geben“, sagte Ärztekammer-Präsident Michael Sacherer am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Graz. 

Präsentierten Fortschritte bei Primärversorgungseinheiten für Kinder: Vinzenz Harrer (ÖGK ...
Präsentierten Fortschritte bei Primärversorgungseinheiten für Kinder: Vinzenz Harrer (ÖGK Stmk.), Klaus Zenz (SPÖ-Gesundheitssprecher), Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl, Ärztekammer-Präsident Michael Sacherer und Kammer-Vizepräsident Dietmar Bayer (v. l.)(Bild: Baumgartner)

Mit diesem erstmaligen, speziellen Gesamtvertrag für Kinder-PVE zähle man österreichweit zu den Vorreitern, wie Vinzenz Harrer, Vorsitzender des ÖGK-Landesstellenausschusses Steiermark, betont. Der Vertrag sei auf Basis des allgemeinmedizinischen PVE-Vertrags entstanden, und eine mehrschichtige Honorierung sorge dafür, dass das Angebot für Ärzte auch finanziell attraktiv sei. „Ich hoffe, dass durch den neuen Vertrag das Interesse der Fachärzte für Kinder- und Jugendheilkunde in einem PVE tätig zu werden deutlich steigen wird“, sagt Sacherer. 

Zeltweg macht den Anfang
Die ersten beiden Kinder-Gesundheitszentren sollen in Zeltweg und Graz entstehen. Für jenes im Murtal können sich Ärzte-Teams noch bis Ende Juli bewerben, im besten Fall soll es schon im Oktober aufsperren. In Graz ist man noch auf Standortsuche, hier erwartet man den Start eher erst Anfang 2025, hieß es bei der Pressekonferenz. 

„Mit einer PVE haben Kinder und Jugendliche an sieben Tage die Woche Zugang zu wohnortnaher, hochwertiger Gesundheitsversorgung“, erläutert Vinzenz Harrer die Vorteile. „Die Infekt-Zeit wird wieder kommen und da gilt es auch, die Kinder-Spitalsambulanzen in Graz und Leoben zu entlasten“, erklärt Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP). Österreichweit gibt es derartige Einrichtungen bislang nur in Wien und Linz. 

Am Rande der Pressekonferenz wurde auch verkündet, dass die Steiermark heuer zusätzliche Kassenstellen für Kinder- und Jugendärzte bekommen wird. Außerdem soll vor Beginn der Infektionszeit im Herbst wieder eine Portalambulanz an der Grazer Kinderklinik eingerichtet werden.

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