Trotz der Teuerungen ist die Reiselust der Steirer auch in diesem Sommer ungebrochen hoch. Die „Krone“ hat die beliebtesten Ziele und alles zum Thema „Last Minute“ bei den heimischen Reiseprofis erfragt. Außerdem erklärt eine Psychologin, warum wir auch unserer Seele unbedingt einen schönen Urlaub gönnen sollten.
Es waren trotz Teuerungen immerhin 95 Prozent der Steirer, die schon zu Beginn des Jahres wussten, dass sie im Sommer verreisen werden. Das ergab eine Umfrage des ÖAMTC. Und die meisten Pläne dürften halten: „Die Reisebüros sind zufrieden“, sagt Max Schlögl, Obmann der Fachgruppe Reisebüros in der Wirtschaftskammer Steiermark und Geschäftsführer von Gruber Reisen.
Die Lieblingsdestinationen für den Badeurlaub sind nach wie vor Griechenland, Kroatien, Italien, Spanien und Österreich. Wobei Mallorca die spanische Top-Destination ist. „In Kroatien ist alles an der oberen Adriaküste bis nach Dubrovnik heiß begehrt.“
Die durchschnittliche Reisedauer der steirischen Familien beläuft sich auf sieben bis maximal zehn Nächte. Zu dem Haupturlaub im Sommer kommen oft noch übers Jahr verteilt Kurztrips hinzu.
Max Schlögl, Fachgruppenobmann der steirischen Reisebüros
Reisen mit dem Zug gewinnen an Beliebtheit
Gereist werde je nach Ziel mit dem Flugzeug, dem Auto oder per Reisebus. „Aber auch die Bahn gewinnt immer mehr an Relevanz. Es ist zwar nicht die Masse, die mit dem Zug verreist, aber es wird zusehends beliebter.“ Doch es muss für die Steirer nicht zwingend ein Badeurlaub sein. „Auch der Städteurlaub in Europa ist gefragt. Vom Frühling über den Sommer bis in den Herbst“, so Schlögl. Heuer stehe mit Flug ab Graz Sonderborg, eine bezaubernde Stadt in Dänemark, hoch im Kurs. „Da gibt es nur mehr wenige Plätze.“
Kurzentschlossen nicht immer billig
Apropos wenig Plätze: Wie sieht es mit „Last-Minute“-Angeboten aus? Sind die Steirer spontan? „Ja, es wird auch kurzfristig gebucht, jedoch muss man damit rechnen, dass man dann oft mit ausgebuchten Hotels und Flügen oder hohen Preisen konfrontiert ist“, betont Schlögl. „Am besten ins Reisebüro gehen. Da sitzen Experten, die die besten Restplätze finden.“
So wie auch Andrea Springer und ihr Team vom gleichnamigen Reisebüro, die sich unter anderem auf griechische Destinationen wie Naxos spezialisiert haben. „Der Vorteil an den griechischen Inseln ist, dass auch in der Hauptsaison Urlauber die Möglichkeit haben, noch echte Ruheoasen zu finden.“
Die Distanz zum Alltag bietet auch Raum für Selbstreflexion und persönliche Entwicklung. Somit lohnt sich eine Reise auch aus psychologischer Sicht.
Martina Hagenhofer, Gesundheitspsychologin
Urlaub bedeutet Steigerung der Lebensqualität
Warum ein Urlaub auch für die Psyche ganz wichtig ist, weiß Gesundheitspsychologin Martina Hagenhofer: „Eine Pause von den Herausforderungen des Alltags und den beruflichen Anforderungen ermöglicht unseren Geist und Körper, sich zu erholen und Stress abzubauen.“
Sobald man eine Reise antritt, sei es leichter möglich, sich von den täglichen Verpflichtungen und Routinen zu lösen. „Durch diesen Prozess wird die Erholung gefördert. Die positiven Erfahrungen und Erinnerungen führen oft zu einer nachhaltigen Steigerung der Lebensqualität.“
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