Die Mountainbike-Strecken dieser Welt sind sein Zuhause: Max Foidl will bei den Olympischen Spielen in Paris überraschen. Dafür müssen aber Mensch und Material ans absolute Limit.
Seine Sportart ist nichts für Zartbesaitete: Mountainbiker Max Foidl wird sich am 29. Juli gemeinsam mit 35 anderen Fahrern im Cross-Country-Bewerb hitzige Rad-an-Rad-Gefechte über Stock und Stein um drei Olympia-Medaillen liefern.
In den etwa eineinhalbstündigen Rennen gehen Mensch und Material gleichermaßen an ihre Grenzen: „Ein Fahrfehler und du kannst dir sofort einen Patsch‘n einfangen“, so Foidl, der schon seit Kindesbeinen auf seinem Mountainbike unterwegs ist. Zu Beginn noch in Tirol, seit neun Jahren aber in Graz.
Aus Graz rund um die Welt
„Bei mir in Mariatrost habe ich Tausend Höhenmeter quasi direkt vor der Haustür, mehr gibt‘s in Tirol auch nicht“, erklärt der „Steirer aus Leidenschaft“, der einst zum Studieren in die Landeshauptstadt kam, seit vielen Jahren aber schon seinen KTM-Profivertrag in der Tasche hat.
Der ihn im Weltcup und bei anderen internationalen Rennen rund um den Globus führt. Wie im Frühjahr nach Rio de Janeiro, wo er mit Platz 12 und 10 seine besten Ergebnisse holte und damit den Grundstein für seine Paris-Nominierung legte. „Da habe ich gezeigt, dass es geht! Das gute Gefühl von damals ist momentan noch nicht ganz zurück“, gesteht der 28-Jährige.
Bekannte Strecke
Foidl hofft aber mit einem Schmunzeln: „Der Ausreißer nach oben kann dann gerne in Paris kommen.“ Die dortige Strecke kennt er bereits, war dort im Vorjahr 14. beim Test-Event. „Eine neue Anlage mit viel Schotter und gebauten Sprüngen. Die Strecke ist extrem schnell, daher dürfte das Rennen spannend werden, weil sich das Feld nicht so sehr auseinanderzieht.“
Stationiert sind die Moutainbiker in Elancourt, das rund 30 Kilometer vom Pariser Zentrum entfernt liegt. „Dadurch sehe ich das Olympische Dorf leider wieder nicht!“ Denn schon bei seinem Debüt unter den „fünf Ringen“ in Tokio vor drei Jahren war Foidl weitab von den Athleten der anderen Sportarten untergebracht. „Vielleicht geht sich das ja dann beim nächsten Mal aus. Ich bin jetzt 28 Jahre alt, die Topfahrer sind meistens bis 38 unterwegs. Da sind noch zwei weitere Spiele drin.“
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