Sie gilt unter Kameraden als das härteste Training im Feuerwehrwesen – und dennoch melden sich Jahr für Jahr viele Florianis für die Ausbildung zum Tauchdienst. Tragödien wie jene in Oberwaltersdorf machen die Wichtigkeit dieser Spezialtruppe deutlich.
Wenn sie anrücken, dann brennt der Hut. Und das, obwohl die Einsätze unter Wasser stattfinden. Zuständig sind Feuerwehrtaucher meist für die Bergung von Fahrzeugen oder Kriegsrelikten.
„Natürlich kommt aber leider auch vor, dass wir Leichen aus den Tiefen der Gewässer ziehen müssen“, erzählt ein Kamerad der „Krone“.
Tragödie von Oberwaltersdorf
Das wurde erst am Mittwoch wieder einmal traurig bewusst, als die Einsatzkräfte in Oberwaltersdorf einen Kanalarbeiter bergen mussten, der von einer Flutwelle ins Rohr gedrückt wurde. Nicht umsonst gilt der Tauchdienst als die härteste und anspruchsvolle Ausbildung. Trainiert wird im Mostviertel nicht selten mit den Bundesheer-Pionieren aus Melk.
Harte Prüfung, die sich lohnt
Erst im Juni absolvierten neue „Froschmänner“ ihr Training in Lunz am See – und freilich auch im See. „Nach der theoretischen Prüfung fand dann in der Erlauf bei Purgstall das Strömungsschwimmen statt“, so Peter Kaufmann aus Greinsfurth, Kommandant des Tauchdienstes West. Ab Mitte 2025 können sich interessierte Feuerwehrmitglieder bei seinem Tauchzug melden, ab 2026 beginnt ein neuer Lehrgang.
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