Der Naturpark Zillertaler Alpen setzt heuer sein Projekt fort, das das Überleben des außergewöhnlichen Auwalds auf der Schwemmalm im Zemmgrund langfristig sichern soll.
Auf der Schwemmalm befindet sich der größte Auwaldkomplex im Naturpark. Faktoren wie Beweidung, Straßenverlegung und Naturereignisse haben jedoch dazu geführt, dass Teile des Auwalds massiv gefährdet sind. Seit letztem Jahr wird er mit vereinten Kräften und in Kooperation mit Besitzerfamilie und Almbewirtschafter geschützt und revitalisiert. Dazu hat sich die Besitzerfamilie sogar vertraglich bekannt.
Der Auwald wird weidefrei gestellt, Grauerlen werden künftig forstlich nicht mehr genutzt. Es handelt sich um eine Vorzeigeaktion zwischen Almwirtschaft und Naturschutz.
Kleiner Damm grenzt Weide vom Auwald ab
Ein Kernelement ist die Errichtung eines kleinen Damms, um eine Grenze zwischen Weide und Auwald zu schaffen. Hier hat sich laut Naturpark-Geschäftsführer Willi Seifert in den letzten Monaten einiges getan. Bis auf einen kleinen Abschnitt ist er inzwischen fertig.
In zehn Jahren wird man schon deutlich sehen können, wie der Naturschutz und die Alm von der Initiative profitieren.
Willi Seifert, Geschäftsführer Naturpark Zillertaler Alpen
In dem Rahmen musste auch ein kurzer Abschnitt des Forst- und Wanderweges im Bereich der Almgebäude verlegt werden. Diese Arbeiten sind inzwischen ebenfalls abgeschlossen. Zudem hat man mehrere Seitenarme des Zemmbachs geöffnet, sodass sie den Auwald wieder mit mehr Wasser versorgen.
70 Grauerlen gesetzt
Nach einer ersten Pflanzaktion 2023 hat die Naturparkbetreuung vor wenigen Tagen rund 70 Grauerlen im gefährdeten Bereich des Auwalds gesetzt. Im nächsten Schritt erhält die Alm für den Verlust an Futterfläche Weideflächen, die vor Naturgefahren wie Lawinen, Muren und Überschwemmungen sicher sind. „In zehn Jahren wird man schon deutlich sehen können, wie der Naturschutz und die Alm von der Initiative profitieren“, meint Willi Seifert.
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