Beim Versuch, den Pichlweg der Dachstein-Südwand zu durchklettern, wurde Samstagabend ein ungarischer Bergsteiger von einem Stein getroffen. Kurz darauf stürzte er bei Abenddämmerung und sich nähernder Gewitterfront auch noch ab.
Viel zu spät machten sich zwei Bergsteiger aus Ungarn (43, 51) am Samstag auf, um den sogenannten Pichlweg durch den östlichen Teil der Dachstein-Südwand zu durchklettern. Bei der Hälfte der Route verirrten sie sich auch noch. Dem nicht genug wurde der 43-jährige Vorsteiger gegen 20 Uhr von einem herabfallenden Stein am Kopf getroffen, wodurch er eine Gehirnerschütterung erlitt. Trotz Schwindelzustands versuchte er weiterzuklettern!
Spektakuläre Bergung zu später Stunde
Er schaffte es aber nicht mehr, die Schwierigkeit des Felsens zu bewältigen, rutschte aus und stürzte. Dadurch verletzte sich der Ungar zusätzlich am Sprunggelenk. An ein Weiterklettern war nun endgültig nicht mehr zu denken, außerdem schritt die Zeit zügig voran. Daher setzte das Duo einen Notruf ab.
Die Bergung fand per 90-Meter-Tau statt. Wir standen ziemlich unter Zeitdruck, da es bereits dämmerte und sich obendrein eine Gewitterfront näherte.
C 14-Flugretter Albert Prugger
Die Bergrettung Ramsau, ein Alpinpolizist und die Crew des Rettungshubschraubers C 14 rückten zum Einsatz aus. „Die Bergung fand per 90-Meter-Tau statt. Wir standen ziemlich unter Zeitdruck, da es bereits dämmerte und sich obendrein eine Gewitterfront näherte“, sagt Flugretter Albert Prugger im Gespräch mit der „Krone“. Schlussendlich wurde der Verletzte zum Schladminger Krankenhaus geflogen, sein Kamerad sicher ins Tal gebracht.
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