„More Moore“! Im Rahmen der „Moorstrategie“ des Landes Tirol werden im Gschnitztal die „Lahnwiesen“ wieder Feuchtwiesen. Zwei Hektar von insgesamt zehn, die seit 2022 renaturiert wurden – eine Wiedergutmachung für die Trockenlegungen Mitte des 20. Jahrhunderts.
Eine Entschuldigung an die Natur – diesmal in Trins: Viele Moore wurden insbesondere Mitte des 20. Jahrhunderts entwässert, um die Flächen land- und forstwirtschaftlich nutzen zu können. In Zeiten des Klimawandels suboptimal, denn sie sind nicht nur ganz spezielle Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sondern auch wichtige CO₂-Speicher. Mit Grüßen an die „Schildbürger“ werden heutzutage Moorflächen wieder hergestellt.
Zwei Hektar bekamen Ursprünglichkeit zurück
Die „Lahnwiesen“ in Trins sind ein solches Renaturierungsprojekt. Nach eineinhalb Jahren menschlichem Wiedereingriff fanden zwei Hektar zur ursprünglichen Identität zurück. Möglich macht dies die im Jahre 2022 geborene „Tiroler Moorstrategie“ des Landes, durch die mittlerweile fast zehn Hektar Fläche renaturiert wurden.
Mit dieser Fläche hier in Trins ist ein weiterer Meilenstein gelungen.
Landesrat René Zumtobel (SPÖ)
„Mit dieser Fläche hier in Trins ist ein weiterer Meilenstein gelungen“, freute sich am Montag Landesrat René Zumtobel (SPÖ) an Ort und Stelle. Dessen Dank galt auch den drei Grundeigentümern. „Den Erfolg sehen wir hier schon heute durch die Rückkehr der typischen Pflanzenarten“, erläuterte Felix Lassacher von der Umweltabteilung des Landes.
„More Moore“ bis 2034
Zehn Jahre und 44 Millionen Euro: Das sind die Eckdaten des EU-LIFE-Projekts AMooRe (Austrian Moore Restoration), das erst vor wenigen Monaten bewilligt wurde und an dem sechs Bundesländer sowie das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium beteiligt sind. Damit stehen den Bundesländern Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark bis 2034 umfangreiche finanzielle Mittel zur Wiederherstellung weiterer Moore zur Verfügung.
Rund 60 Prozent der Summe werden von der EU gefördert, für Tirol sind rund 2,3 Millionen Euro vorgesehen.
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