Der Sohn-Tochter-Trick brachte bereits viele gutgläubige Eltern um ihr Geld. Wir wollten wissen, wie der Betrug genau abläuft und machten den Selbsttest. Etwas überraschend: Die Betrüger fragten auch nach Fotos.
„Hallo Papa, ich habe eine neue Nummer. Kannst du sie speichern?“ SMS-Nachrichten wie diese tauchten in den vergangenen Wochen und Monaten schon bei vielen plötzlich auf dem Mobiltelefon auf.
„Krone“ machte den Test und schrieb den Gaunern
Die vermeintliche Tochter oder der vermeintliche Sohn geben darin an, das Handy verloren, es geschrottet oder sich ein neues gekauft zu haben. Der Empfänger wird gebeten, sich per WhatsApp bei der neuen Nummer zu melden.
Dass es sich um eine altbekannte Betrugsmasche handelt, ist leider immer noch nicht allen klar. Doch was passiert, wenn man tatsächlich der Aufforderung nachkommt? Die „Krone“ wollte es genau wissen und wagte den Selbsttest.
Nachdem sich das „Kind“ kurz über das Wohlbefinden des Vaters informierte, hätten wir geglaubt, dass sofort eine Bitte um eine Geldüberweisung folgen würde. Doch kurioserweise fragte der Betrüger nach Fotos von sich selbst – also natürlich von der echten Tochter bzw. vom echten Sohn. „Diese Bilder will der Kriminelle vermutlich für weitere Betrugsmaschen nutzen – um etwa ein Fake-Profil auf Facebook oder Instagram zu erstellen“, sind Präventionsexperten überzeugt.
Kein Geld überweisen und immer skeptisch bleiben
Wir hatten aber blöderweise keine Bilder bei der Hand. Und so trudelte natürlich eine Geldforderung ein, weil der Nachwuchs ja dringend eine Rechnung zu bezahlen hätte. Natürlich versprach man uns, das Geld in wenigen Tagen wieder zurückzugeben. Doch wir brachen die Konservation daraufhin ab und blockierten die Nummer.
Tipp: Seien Sie bei solchen SMS skeptisch und versuchen Sie, ihr Kind über die altbekannte Nummer zu erreichen.
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