Schreckliche Szenen haben sich am Mittwochabend in Siegensdorfberg im Bezirk Graz-Umgebung abgespielt: Wie berichtet, wurde bei einer Hangrutschung ein fünfjähriges Kind getötet. Das zweite Kind, das von den Erdmassen ebenso verschüttet wurde, ist laut behandelnden Ärzten „außer Lebensgefahr“.
Der Schock über die Tragödie, die sich Mittwochabend in der Gemeinde St. Marein bei Graz östlich der steirischen Landeshauptstadt abgespielt hat, sitzt bei allen Beteiligten tief.
Gastkind verstorben
Wie berichtet, war eine Frau mit ihren zwei Kindern und zwei „Besucherkindern“ in einem Waldstück spazieren, als sich plötzlich etwa 1000 Kubikmeter Erdreich lösten. Ein fünfjähriger Bub – eines der „Besucherkinder“ – wurde von den Erdmassen verschüttet. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen, die alle Einsatzkräfte an ihre Grenzen brachten, konnte das Kind nur noch tot geborgen werden.
Ein weiteres Kind wurde ebenso verschüttet, es konnte aber noch rechtzeitig geborgen werden. Es wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Graz gebracht.
Die Familie ist schon lange in der Gemeinde, die Jungen sind vor nicht allzu langer Zeit erst mit den Kindern zurück in die Gemeinde ins Elternhaus gezogen.
Bürgermeister Franz Knauhs
Sprecherin Simone Pfandl-Pichler gibt auf „Krone“-Anfrage Freitagfrüh Entwarnung: „Das betroffene Kind liegt auf der Kinderchirurgie, es hat leichte Verletzungen, es besteht keine Lebensgefahr.“
Weiträumige Absperrung
Sabri Yorgun von der Landespolizeidirektion Steiermark war einer der Ersten, die an der Unglücksstelle waren. „Geologen sind vor Ort, das Gebiet bleibt vorerst abgesperrt“, sagt er.
Der Bürgermeister zeigt sich in einer ersten Stellungnahme ebenso schwer betroffen: „Die Menschen in der Gemeinde sind unfassbar traurig, die Geschehnisse sind allen durch Mark und Bein gegangen“, sagt Franz Knauhs, Ortschef von St. Marein bei Graz.
„Die Familie ist schon lange in der Gemeinde, die Jungen sind vor nicht allzu langer Zeit erst mit den Kindern zurück in die Gemeinde ins Elternhaus gezogen.“
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