Streit um Überstunden

Feuerwehrchef gegen Stadt Salzburg im Gerichtssaal

Salzburg
11.06.2024 16:50

Brennendes Thema: Salzburgs Feuerwehrchef, Reinhold Ortler, saß am Dienstag im Landesverwaltungsgericht seiner Arbeitgeberin gegenüber: der Stadt. Die Stadt schulde ihm eine Sonderzahlung wegen fehlender Ruhezeiten seit 2003. Sein Gesundheitszustand leide darunter. Bis zum Urteil dauert es noch. 

Es gehe ihm nicht ums Geld, sondern seinen angeschlagenen Gesundheitszustand. Reinhold Ortler schilderte am Dienstagvormittag dem Richter am Landesverwaltungsgericht seine Situation. Viel zu wenige Ruhezeiten habe er seit 2003 gehabt. Zu oft sei er von Ganztagsdiensten in den normalen Dienst übergegangen. Die Aufzeichnungen, die er dem Gericht vorlegte, waren äußerst genau. 

Der Branddirektor, Beamter im Salzburger Magistrat, forderte bei der Dienstbehörde die Sonderzahlungen ein. Diese erteilte ihm prompt eine Absage per Bescheid. Gegen diesen geht der 57-Jährige nun beim Landesverwaltungsgericht vor. Auf einen Anruf der „Krone“ reagierte Ortler noch nicht.

Stadtchef Auinger: „Schätze Ortler sehr!“
Bürgermeister Bernhard Auinger sagt, er habe von dieser Causa zum ersten Mal in einem persönlichen Gespräch mit Ortler erfahren, nachdem er zum Bürgermeister gewählt wurde. Auinger weiter: „Dieses Verfahren ist schon lange vor meiner Amtszeit bei meinen Vorgängern gewesen und es ist schade, dass von deren Seite keine Lösung herbeigeführt wurde.“ Der Feuerwehrchef habe viel geleistet, auch im Rahmen aller rechtskonformen Dienstzeiten. Auinger sagt weiter: „Ich schätze ihn sehr, die Feuerwehr ist so gut aufgestellt, wie kaum eine andere Feuerwehr in anderen Städten.“

Neuer Branddirektor gesucht: Gehalt ab 8249 Euro brutto.
Der Richter am Landesverwaltungsgericht gibt den beiden Streitparteien nun eine 14-Tages-Frist für weitere schriftliche Stellungnahmen. Danach hat das Gericht sechs Monate Zeit, über die Causa zu entscheiden – das Urteil kommt schriftlich. Aus dem Magistrat bestätigt man: Ortler habe im Februar 2021 einen Antrag auf Auszahlung der Überstunden gestellt. Im März 2023 folgte Ortlers Beschwerde gegen die negative Entscheidung der Dienstbehörde. Die Stadt sei zuversichtlich, rechtskonform gehandelt zu haben. Ebenfalls wird bestätigt, dass Ortler um Pensionierung ansucht – ein Nachfolger wird bereits gesucht: Einstiegsgehalt ab 8249 brutto. 

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