In der Heinrichstraße

Anrainer verzögern Baustart für Grazer Radweg

Steiermark
14.05.2024 07:00

Radwegausbau in der Grazer Heinrichstraße liegt auf Eis – Anrainer legten Einspruch ein, jetzt ist das Landesverwaltungsgericht am Zug.

Am Montag fuhren am Joanneumring die Bagger auf, fiel der Startschuss für die Bauarbeiten zum lange diskutierten Ring-Radweg. Noch bis Ende Oktober müssen alle Verkehrsteilnehmer hier immer wieder mit Verzögerungen rechnen. Am Ende werden weitere 54 Innenstadtparkplätze wegfallen.

Am Joanneumring wird seit Montag am neuen Radweg gearbeitet – die Arbeiten dauern bis Ende ...
Am Joanneumring wird seit Montag am neuen Radweg gearbeitet – die Arbeiten dauern bis Ende Oktober.(Bild: Christian Jauschowetz)

Ähnliches ist in der Heinrichstraße geplant. Eigentlich hätte dort schon im Vorjahr ein blauer Fahrradstreifen kommen sollen – auf Kosten von rund 30 Kfz-Abstellflächen. Doch weil Anrainer gegen das Vorhaben juristisch mobil machten, wurde die Baustelle im vergangenen Sommer wieder abgebaut. „Die Behörden-Verfahren sind mittlerweile abgeschlossen. Nachdem neuerlich Einwände gekommen sind, ist nun das Landesverwaltungsgericht am Zug“, sagt Mobilitätsplaner Peter Sturm vom Land Steiermark.

20.000 Autos pro Tag
Stein des Anstoßes ist die Umgestaltung des Kreuzungsbereichs mit der Goethestraße. Sturm: „Aktuell haben dort alle Verkehrsteilnehmer zu wenig Platz. Wir wollen die Kreuzung ausbauen, einige Anrainer würden lieber Parkplätze behalten.“ Rund 20.000 Autos, 11.000 Fahrgäste in Bussen und 2000 Radfahrer frequentieren aktuell die Heinrichstraße täglich. „Sie ist also eine wichtige Verkehrsachse und keine Wohnstraße im klassischen Sinn“, hält der Experte fest.

Geht’s nach Geidorfs Bezirksvorsteher Hanno Wisiak (KPÖ), würde eine Ausweitung des Anrainerparkens auch in der Heinrichstraße viel Druck aus der Diskussion nehmen. „Die Radweganbindung der Uni ist unumgänglich. Aber die Leute, die hier wohnen, sollen nicht bestraft werden – es geht darum, dass niemand mit dem Auto zur Vorlesung fährt.“ Einer politischen Kleing-eldwechslerei kann er jedenfalls wenig abgewinnen: „Über den Radweg-Ausbau in der Heinrichstraße herrschte breiter politischer Konsens über alle Parteigrenzen hinweg – ich nehme an, dass dies noch immer der Fall ist.“

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