Sicherheit gefährdet

Strenge Regeln im Kampf gegen das Scooter-Chaos

Niederösterreich
14.05.2024 11:00

Mit einem neu ausgearbeiteten Vertrag will man in Wiener Neustadt den E-Scooter-Verleih verbessern. Denn in der Vergangenheit kam es an vielen Stellen zu einem Chaos durch rücksichtslos abgestellte Gefährte.

Weil Leih-Scooter in Wiener Neustadt zunehmend zum Sicherheitsrisiko wurden, hat die Stadt nun hart durchgegriffen. Man hat den Vertrag mit dem aktuellen Betreiber aufgekündigt und ihn neu erarbeitet. „Krone“-Leser kennen die Hintergründe: Immer mehr Gefährte wurden rücksichtslos auf Gehsteigen oder vor Einfahrten abgestellt, wo sie vor allem für ältere Personen oder Mütter mit Kinderwägen zu einem gefährlichen Hindernis wurden.

Neue Regeln für Leih-Scooter: Stadtrat Franz Dinhobl, Bürgermeister Klaus Schneeberger, Vizebürgermeister Rainer Spenger und Gemeinderat Philipp Gerstenmayer (v. li.). (Bild: Stadt Wiener Neustadt/Weller)
Neue Regeln für Leih-Scooter: Stadtrat Franz Dinhobl, Bürgermeister Klaus Schneeberger, Vizebürgermeister Rainer Spenger und Gemeinderat Philipp Gerstenmayer (v. li.).

Abstellflächen und Verbotssystem
Um das zu verhindern, wird der 2021 gestartete Verleih nun deutlich strenger geregelt. Im Rathaus wurden Abstellflächen für die Innenstadt erarbeitet, auf denen ausschließlich das Ausleihen und Zurückbringen möglich ist. Außerhalb davon soll ein Verbotssystem das Chaos beseitigen. Dieses soll verhindern, dass Scooter einfach auf Gehsteigen oder in Kreuzungsbereichen zurückgelassen werden. Zudem wird die Anzahl der E-Roller von aktuell 200 auf 180 reduziert.

Gleichzeitig wird der Betreiber „Bird“ verpflichtet, eine Ansprechperson für Beschwerden aus der Bevölkerung zu nennen, der im Bedarfsfall kontaktiert werden kann. Außerdem muss „Bird“ eine Kaution von 8000 Euro hinterlegen. Entfernen die Betreiber nicht binnen fünf Stunden falsch abgestellte Scooter, erledigt das die Stadt und zieht dafür 200 Euro ab. „Bird“ hat zudem das Exklusiv-Recht verloren, auch andere Anbieter können sich bewerben.

„Wir mussten das weitere sichere Verwenden gewährleisten und daher neue Bestimmungen aufsetzen“, erklärt Bürgermeister Klaus Schneeberger.

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