Ein Jahr voller „Love Stories“ hat das Grazer Orchester Recreation in der kommenden Saison geplant. Insgesamt 13 Projekte voller Liebe stehen ab Oktober auf dem Programm.
Auf eine erfolgreiche Recreation-Saison blickt Intendant Mathis Huber am Beginn der Programmpräsentation zurück: Man habe die „Covid-Delle überwunden“ und in dieser schwierigen Zeit auch gelernt, dass das Publikum veränderte Bedürfnisse habe: „Kompaktere Konzerte und eine größere Variabilität bei den Beginnzeiten haben unsere Arbeit in der letzten Zeit sehr erfolgreich gemacht“, sagt er. Und so bleibt man diesem Konzept auch in der kommenden Saison – der vierten unter Chefdirigentin Mei-Ann Chen – treu.
Viele Liebesgeschichten
Diese Saison 2024/25 steht ganz im Zeichen der „Love Stories“, der großen Liebesgeschichten also: Der Konzertreigen beginnt im Oktober mit „Cosi fan tutte“, einem Abend mit Musik von Mozart, Haydn und Schubert. Die junge Grazerin Hyazintha Andrej wird das Cellokonzert von Haydn spielen, Tobias Wögerer dirigiert. Ein Wiedersehen mit Pianist Bernd Glemser gibt es bei „Beethoven con forza“, bei dem das 5. Klavierkonzert des Komponisten im Mittelpunkt steht. Als Besonderheit wird eine neue Interpretation von Beethovens „Coriolan“-Ouvertüre von der koreanischen Komponistin Unsuk Chin erklingen, das Konzert leitet Mei-Ann Chen.
Die Chefdirigentin schwingt auch beim Programm „Butterfly Lovers“ den Taktstock. An diesem Abend ertönt nicht nur Offenbachs Ouvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt“, sondern auch die chinesische Komposition „The Butterfly Lovers“. Das Violinkonzert erzählt die Liebesgeschichte von zwei Menschen, die erst als Schmetterlinge zueinander kommen können. Geigensolistin Melissa White wird mit einem für diesen Anlass entworfenen Kleid für bunte Akzente sorgen.
Michael Hofstetter kehrt zurück
Das klassische Liebespaar schlechthin steht bei „Romeo und Julia“ im Mittelpunkt. Gespielt wird unter der Leitung der Chefdirigentin nicht nur die gleichnamige Suite von Sergej Prokofjew, sondern auch „West Side Story“, die moderne Variante von Leonard Bernstein. Ein großes Paar der Musikgeschichte waren Clara Wieck und Robert Schumann, von denen je ein Klavierkonzert mit Claire Huangci, die auch das Orchester leitet, gespielt wird. Dirigent Michael Hofstetter, langjähriger Leiter des Orchesters, kehrt für ein Mozart-Programm an seine frühere Wirkungsstätte zurück.
Zu Weihnachten gibt es zwei stimmungsvolle Konzerte: „Hänsel und Gretel“ bringt eine Suite der gleichnamigen Oper mit der italienischen Dirigentin Vanessa Benelli Mosell, während Alfredo Bernardini in bewährter Weise barocke Klänge mit seiner Oboe beisteuert. Dem 200. Geburtstag von Johann Strauss dankt das Orchester im März 2025 mit einem Programm, das nicht nur mit Musik, sondern auch mit Texten, gelesen von Ursula Strauss, aufwartet.
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