65.000 Quadratmeter Bauland-Reserve besitzt die Stadt Wien in Vösendorf – Ortschef Hannes Koza will sie in Grünland umwidmen.
Ein wohlbehüteter Immobilien-Schatz der Stadt Wien befindet sich direkt nach der Landesgrenze, nämlich in Vösendorf. Grund und Boden, der in grauer Vorzeit noch dem Habsburger Herrscherhaus gehört hatte und nach wechselvoller Geschichte der Bundeshauptstadt zufiel.
Grünland statt Bauland
Bürgermeister Hannes Koza lässt im vorgezogenen Gemeinderatswahlkampf aufhorchen: Der ÖVP-Politiker plant, die Baugrund-Widmung für die Wiener Parzellen aufzuheben. Zukünftig soll der 65.000-Quadratmeter-große „Acker“ in Grünland umgewandelt werden. Der Wertverlust für die Bundeshauptstadt könnte dabei Dutzende Millionen Euro betragen – und der Gemeinde im Bezirk Mödling auch eine Klage einbringen.
Im NÖ-Raumordnungsgesetz steht zwar, dass man Grundeigentümer bei Rückwidmungen entsprechend entschädigen muss, doch lediglich für bereits entstandenen Kosten. Etwa für getätigte Aufschließungen. Das dürfte den Wienern aber sicherlich nicht reichen. Koza zeigt sich allerdings gelassen: „Wir kämpfen um den Erhalt der Natur. Unsere 27 Hektar Baulandreserven sind auch ohne die Wiener Gründe ausreichend“, so der Ortschef.
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