Nach dem „versehentlich“ aufgetauchten „Rülps-Video“ der Tirol Werbung fand am Mittwochabend ein runder Tisch zu der Causa statt. Vertreten waren dabei auf Einladung von LR Mario Gerber (ÖVP) Obleute der Tiroler Tourismusverbände (VTT), Vertreter der WK, der Lebensraum Tirol Holding sowie der Tirol Werbung.
Drei Maßnahmen wurden dabei beschlossen: So kommen künftig zweimal jährlich Vertreter der Tourismusverbände und der Tirol Werbung zusammen, um Kommunikationsleitlinien strategisch abzustimmen. Weiters soll noch stärker auf die Kernwerte der Marke Tirol geachtet werden. Der dritte und wohl wichtigste Beschluss: Werbemittelabtestungen bei Kampagnen der Tirol Werbung finden nur noch in kontrollierten Fokusgruppen statt.
Ein offener Dialog war notwendig, um in Zukunft wieder erfolgreich an einem Strang zu ziehen. Dieser Schulterschluss ist gelungen.
Mario Gerber
Mehr Kooperation mit Landesrat Gerber
Auch die Zusammenarbeit zwischen der Tirol Werbung, der Tourismuswirtschaft sowie Mario Gerber soll intensiviert werden. „Der Tourismus hat eine zentrale Bedeutung für Tirol und dessen erfolgreiche Positionierung als Urlaubsdestination, was sich auch in der positiven Bilanz der Tiroler Tourismusstatistik widerspiegelt. Das darf nicht aufs Spiel gesetzt werden“, sagte Gerber, der betonte, dass mit den erarbeiteten Maßnahmen ein „Schulterschluss gelungen ist“.
Seiler bleibt weiterhin im Amt
Karin Seiler, die Geschäftsführerin der Tirol Werbung, bleibt weiterhin im Amt. „Das Zusammenspiel von Tirol Werbung, Regionen und Tourismusbetrieben bildet eine wesentliche Basis für den Erfolg des Tiroler Tourismus. Daher haben wir vereinbart, dass regelmäßige Branchentreffen und regionale Dialogformate wieder verstärkt werden, um das Miteinander innerhalb der Branche zu festigen“, sagte sie.
Die internen Vorgänge, die zur Verbreitung des Videos geführt haben, wurden in den vergangenen Tagen analysiert, der Fehler wurde aufgearbeitet.
Josef Margreiter
VTT-Obmann sowie Aufsichtsratsmitglied der Lebensraum Tirol Holding Benjamin Kneisl meinte indes, dass „durch die institutionalisierte Zusammenarbeit eine abstimmte Vorgehensweise sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene und ein wieder engeres Zusammenrücken zwischen Tourismusbranche und Tirol Werbung gewährleistet ist“.
Fehler sei aufgearbeitet worden
Josef Margreiter, Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Holding, der mit der Aufarbeitung der Affäre betraut war, hob hervor, dass „die internen Vorgänge, die zur Verbreitung des Videos geführt haben, in den vergangenen Tagen analysiert wurden, der Fehler wurde aufgearbeitet. Wir haben uns nun gemeinsam an einen Tisch gesetzt, mit dem Ergebnis, dass interne Vorgänge und Strukturen optimiert werden“.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.